Die politische Aufarbeitung des Korruptionsskandals bei der kantonalen Pensionskasse BVK erfolgtohne SVP-Kantonsrat Theo Toggweiler (73). Der ausgewiesene Finanzspezialist gehört nicht dem Gremium an, das die Administrativuntersuchung von Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) begleiten soll. Obwohl er schon vor Jahren die Korruption innerhalb der BVK vermutet und öffentlich gemacht hat. Jetzt gibt es eine Neuauflage von 2006. Fazit: Mit der Aufarbeitung, Eindämmung dieser Vorgänge tun sich Zürcher wie Berner schwer. Es ist eher Zürich das langsam ist.
Das BSV hat ein neues Forschungsprojekt über die Vermögensverwaltungskosten der Pensionskassen ausgeschrieben. Es soll helfen, die Differenzen zwischen den Statistiken (BSV) und der tatsächlichen Situation nachzuvollziehen. Davon getrennt sind die Marketing-/Werbekosten.
Deliktische Handlungen in der 2. Säule sind bei den Kosten der Verwaltung, Marketing und Werbung möglich (BVK). Mein Fazit: Wenig Veränderung; es wird weiterhin gegenseitig abgeschaut; wenige trauen sich hier andere Wege zu gehen. Gut kenne ich einige die das Problem angehen.
Die Schweiz hat mit der USA am 19. August 2009 einen Vertrag unterzeichnet. Wobei der Vertrag der harmlosere Teil ist. Der Anhang wurde erst 90 Tage nach Unterzeichnung des Vertrages publik gemacht und da ist festgehalten, dass alle Banken betroffen sind; nicht nur die UBS AG.
Das heisst: die US-Steuerbehörden können bei allen Schweizer Banken in ähnlich gelagerten Fällen – Offshore-Gesellschaften dazwischengeschaltet, keine Namensnennung im Amtshilfegesuch, schwere Steuerhinterziehung u. ä. – um Amtshilfe bei den Schweizer Steuerbehörden anfragen.
Ich bin erstaunt, dass Verträge nur teilweise öffentlich gemacht werden. In welchem Interesse wird informiert?
Es wurden CHF 201 Millionen ausbezahlt. Diese sind aufgeteilt in CHF 118 Millionen Rentenzahlungen, was in etwa 60% entspricht. Aufgrund der Altersstruktur des Rentnerbestandes ist die Zahl der Invalidenrentner, die durch Tod ausscheiden, grösser als die Zahl der neuen Rentenbezüger. Dieser Trend dürfte so weitergehen. Die Heilungskosten sind mit CHF 55 Millionen und die Taggelder mit CHF 28 Millionen ausgewiesen.
Die TER (Total Expense Ratio) führen mich als Laien aufs Glatteis, denn ich gehe davon aus, dass alle Kosten berücksichtigt sind. Dem ist nicht so! Der Ganze Kauf/Verkauf Handel mit den anfallenden Courtagen/Kommissionen, das Marketing, die Ausgabe- und Rücknahmekommission bleiben unberücksichtigt.
Offensichtlich wird es, wenn Anbieter von Anlagefonds oder sogenannten ETF (Börsenkotierte Anlagefonds) höhere Provisionen an den Finanzintermediär bezahlen als Kosten belastet werden.
Meine Schlussfolgerung: je günstiger die Beratung umso höher die Finanzierung via indirekte Kosten d.h. Produkt.
Übersicht von gezeichneten Obligationen der Versicherer bei gefährdeten Ländern in Mio. CHF:
City Groupe hat Abschläge von 50 – 10% berechnet für die oben genannten Länder
Anlagen aus dem Pensionskassen- und Lebensversicherungsgeschäft wären betroffen. Ich frage mich wie andere Grossanleger wie die Post, der Bund, die SBB d.h. solche mit Unterdeckungen damit umgehen. Einerseits sind sie „Sanierungsfälle“ und beschaffen sich über die Anlagestrategie höchstwahrscheinlich weitere Ausfälle. Erstaunlich wie ruhig die Presse und die Betroffenen d.h. Versicherten sich verhalten. Frei nach dem Motto: Augen zu und durch! Was machen Sie als Kleinanleger?
In der Sendung ECO vom 21. Juni 2010 wurde über die Complementa Investment Controlling AG mit Ihren Interessenskonflikten im Zusammenhang mit der Affäre der Pensionskasse #BVK" berichtet. Es lässt erahnen wie viel im Pensionskassengeschäft schief läuft. Die erbrachten Dienstleistungen für die BVK sind erstaunlich und anscheinend ohne Interessenskonflikten verbunden:
Also es wird gleichzeitig über die Vergabe von Anlagemandaten, Wertschriftenbuchhaltung, Beratung und Controlling Welche Interessen werden da wahrgenommen und zu welchen Lasten? Das Podcast kann mit dem folgenden Link heruntergeladen werden.
Im Mai erschien die AHV Statistik 2009. Es hat Erkenntnisse/Entwicklungen die so bereits längere Zeit bekannt sind; sich jetzt langsam zahlenmässig niederschlagen.
Es wurde viel „Häme“ ausgeschüttet zur UBS. Vergessen geht dabei, dass genau diese UBS bei Ihren Anlageprodukten der Säule 3A unabhängige Vermögensverwalter ran lässt. Ja; Sie lesen richtig mit Ausnahme der Schweitzer Obligationen erbringen die Dienstleistung unabhängige Vermögensverwalter. Leider ist nicht ganz klar wer alles dabei ist. Wenn der Schritt gemacht würde, wäre noch mehr Transparenz. Merke: Wo UBS draufsteht ist öfters was anderes drin!
Also es ist bereits seit längerer Zeit in der Wissenschaft bekannt, dass kein Zusammenhang besteht zwischen Übersetzten Löhnen, Bonus und der erbrachten Leistung. Jetzt hat Herr Dan Ariely, Verhaltensforscher der Finanzmärkte (Behavoural Finance) aus der USA, er lehrt am renommierten MIT in Boston; überraschende Einwände. In seinem Buch „The Upside of Irrationality“; bringt er es auf den Punkt: Wenn finanzielle Entschädigungen sehr hoch werden, kann das kontraproduktiv sein, denn sie schmälert die Leistung. Nebenbei: Bedeutende Bankmanager wurden angefragt – Herr Ariely war bereit das Budget zu organisieren für die Studie – sie haben abgelehnt, das sei anders bei ihnen und könne so nicht verglichen werden. Noch Fragen?
Salopp formuliert muss künftig bei jeder Ausschüttung festgestellt werden ob es eine steuerbare Gewinnreserve ist oder steuerfreie Kapitalreserve ist. Somit ist zentral, dass der Abschluss 2010 speziell beachtet und alles was Kapitalreserven sind gesondert ausgewiesen wird. Nur so können Investoren und Inhaber von möglichen steuerfreien Rückzahlungen profitieren. Die Steuerbehörde ist daran ein Kreisschreiben zu formulieren wie die Ausscheidung von statten gehen soll. Hoffentlich wird es möglichst bald fertig. Wichtiger dabei ist, dass die Behörde den Vorteil nicht durch restriktive Bestimmungen vernichtet. Der Sinn des Gesetzes wäre, stossende Doppel-Belastungen aufzuheben.
Ich stelle in der Beratung öfters fest, wenn ich um eine Zweitmeinung gefragt werde, wie umfangreich die Darstellung der Resultate ist. Ich bin unsicher ob es darum geht Kompetenz darzustellen oder Kunden zu verunsichern und/oder private Finanzplanung zu betreiben. Bei Geschäftsberichten hat die HSG mittels einer Studie einen überraschenden Zusammenhang herausgefunden: Geschäftsabschlüsse mit weniger Seiten, haben meistens einen höheren Aktienkurs als solche mit 100 und mehr Seiten. Was heisst das, wenn das für die private Finanzplanung gilt? Weniger ist mehr!
Warren Buffet verliert seinen Glanz und Mythos. Ich bin enttäuscht: Als Grossaktionär (+10%) einer Ratingagentur (Moody’s) muss Warren Buffet vor einem Untersuchungsausschuss aussagen. Zuerst wetterte WB über strukturierte Produkte. Er nannte sie Massenvernichtungswaffen. Gleichzeitig ist er an einer Firma beteiligt die eben unter anderem strukturierte Produkte bewertet. Er der bekannt war für seine Haltung: Aktien kaufen und vergessen! Aktienkurse interessieren mich nicht, ich bin langfristig (Lebenszeit) engagiert u. a. m. Übrigens zu seiner Aussage am Gericht musste er gezwungen werden. Ich bin gespannt wie er sich sein Investment in die SwissRe vergolden lässt. Er gewinnt auf jeden Fall entweder über die Zinsen oder über die Geschäfte die SwissRe seinen Gesellschaften abtreten muss. SwissRe und deren Aktionäre werden die Zeche bezahlen.
Die Unterschiede der verschiedenen Angebote von Wertschriften sparen in der Säule 3A sind ernüchternd. Einzelne Anbieter bringen es fertig nach 10 Jahren einen tieferen Kurs zu haben als zu Beginn. Egal! Der Kunde hat die Kosten bezahlt, der Anbieter verdient. Ob nun die ausgewiesenen oder die versteckten Kosten (Funds of Funds) die nicht nachvollziehbar sind. Der Kunde ist der Verlierer; es sei denn er hat einen Berater der Ihm Alternativen aufzeigt. Depot zum Wertschriftensparen in der Säule 3A; könnten jederzeit aufgelöst werden und bei einer anderen Bank eingerichtet werden. Wichtiger ist für die Anbieter, dass bald jedermann/-frau weiss mehrere Konten in der Säule 3 A einzurichten. Leider ist das nutzlos; wenn Kosten und Rendite wenig beachtet werden.
In der Ausgabe vom 30. Mai 2010 wird der Hedgefonds Manager Philippe Jabre über den Klee gelobt. Die Rendite von 108% erscheint an Prominenter Stelle, dass diese Gefässe Gesamtkosten (TER) von über 4% pro Jahr verursachen wird verschwiegen. Ebenso die Gewinnbeteiligung und die Risiken werden Marketingmässig schön geredet. Was so beworben wird ignorieren; denn Andere werden das Geld verdienen; nicht sie! Ich wundere mich; dass die Anlageskandale, Finanzkrise etc. bereits wieder vergessen sind.
Der Goldpreis ist auf Höchstkursen. Trotzdem wird weiter für Goldanlagen geworben. Für jeden Anleger der bereits investiert ist; paradiesische Verhältnisse. Die Nachfrage wird über die vielen Empfehlungen und Verunsicherung der Anleger auf hohem Niveau gehalten. Vergessen wird dabei, dass das Rückschlagsrisiko um so höher ausfällt wie der Goldpreis weiter steigt. Wenn Anlagen in Gold für Sie wichtig sind; warten Sie auf einen Rückschlag um günstiger einsteigen zu können.
In der Werbung der Banken wird öfters Vertrauen, Kompetenz, Sicherheit u. ä. angesprochen. Wenn ein potentieller Anleger Interesse bekundet, kriegt er anstelle einer Beratung immer öfters einen Werbespot präsentiert, um das neueste Anlageprodukt zu kaufen. Gewinn und Marge wird über den Produktverkauf gesteuert. Wann wird das dem Anleger klar? Der frühere Artikel vom 10. April 2010 bringt es auf den Punkt und das gilt nicht nur für Privatbanken.
In doppelseitigen Inseraten wirbt die Migros für günstige Kleinkredite. Der Zins beläuft sich auf 5.9%! Auf der Homepage der Migrosbank wird hervorgehoben: keine Bearbeitungsgebühren und keine Ratenzahlung bei Krankheit/Unfall! Das neue Geschäftsmodell der Migros heisst jetzt also: Verschuldung von Menschen fördern! Ich weiss nicht ob das im Sinne von Herr Gottlieb Duttweiler war? Für Ausbildungskosten, Heirat, Nachwuchs u. ä. kann ich es verstehen; obwohl es andere Möglichkeiten gäbe! Dafür Werbung zu betreiben; das Einfache hervorheben... macht mich nachdenklich!
Immer mehr Menschen bevorzugen den Kapitalbezug! Die Erfahrungen aus den letzten 3 Anlagejahren haben aufgezeigt; dass damit Risiken verbunden sind; die so nicht thematisiert werden: Der beinahe Totalverlust - Lehman Brothers, Anlagebetrug; Finanzkrise...! Wer bezahlt die Zeche; wenn das Kapital verbraucht, verspekuliert, konsumiert... wird? Das Sozialamt! Doch vorher haben Banken, Versicherungen, Wirtschaft, Staat und der Betroffene profitiert. Ich sorge mich! Die Politik wird das Thema mit schlafwandlerischer Sicherheit aufgreifen und Gesetze entwickeln; die mir (48m) im Alter einen Bärendienst erweisen werden! Das hatten wir schon: steuerliche Veränderungen seit den 90er Jahren!
Der Einfluss auf Anlagen, Effizienz (Firma/Mitarbeiter), Umweltschutz,
Ernährung, ÖV und Tourismus sind nur einige. Was wichtig wäre jetzt;
ist das Ganze in meine Anlageentscheide einfliessen zu lassen. Mein Depot zur Hand
nehmen und prüfen: Wo bin ich betroffen? Welche Einbrüche kann ich aussitzen?
Was ist der Einfluss, wenn niemand etwas falsch machen will und der
Luftverkehr vorsorglich länger dauert; obwohl das Fliegen möglich wäre? Wie
entwickeln sich die Lebensmittelpreise; falls kein Nachschub mit
Luftverkehr möglich ist? Wer das für sich jetzt klärt; hat mehr Chancen für einen positiven Ertrag!
Die Privatbank Vontobel hat 3 Bereiche: Investment- und Private-Banking sowie Asset Management. Am meisten zum Gewinn 2009 hat das Investment-Banking mit ca. 70% beigetragen. Was wird dort produziert? Strukturierte Produkte! Als Anleger sollten sie das kaufen, was bei der Bank wenig Gewinn aus löst. Also wenig bis keine Hedge Fund und/oder strukturierte Produkte.
Das Bundesgericht hat einen wegweisenden Entscheid getroffen. Es geht um die Legimitation und Abläufe bei ausstehenden Zahlungen im Konkursfall. Ebenso sind Zuständigkeiten (Rolle Sicherheitsfond), Sicherstellung von Ausstehenden Zahlungen geklärt.
Zu finden ist der Entscheid: BGE 135 V 382
Das Beratungsunternehmen Deloitte hat eine Studie erstellt; was einen Vermögensverwalter erfolgreich macht. Es wurden die Jahre 2004-2008 berücksichtigt. Es sollte dem Vermögensverwalter aufzeigen wie er sein Geschäftsfeld optimal bearbeitet. Bei mir löst die Studie eher aus: Der Kunde bezahlt es am Ende über höhere Kosten und/oder Gewinnbeteiligungen der Anlageprodukte sowie der Verwaltung. Die eigenartige Entwicklung von Entschädigungs-, Geschäftsmodellen... wird mit der am 22.2.2010 veröffentlichten Studie zusätzlich gefördert. Das stimmt mich bedenklich.
Ich rate dringend von diesen seltsamen Anlageideen im Zusammenhang mit der Fussballweltmeisterschaft Abstand zu nehmen. Die Prognosen werden mit anderen Fussballweltmeisterschaften verglichen. Die vielfältigen Risiken von Südafrika: Strom-, Wasserversorgung, Kehrricht, Flüchtlinge, Politik, Infrastruktur etc.! Denken sie daran, diejenigen die die Produkte erfunden haben müssen jemanden finden der es kauft. Ich gehöre ganz sicher nicht dazu.
Es ist so überraschend; dass Multitasking schädlich ist.
So wird es wenigstens in den Medien dargestellt. Dabei
weiss jedes Kind, dass Ruhe für die Erholung, Konzentration
und Arbeitsleistung einen positiven Einfluss haben.
Oder geht es einfach darum die Bücher zum Thema zu
fördern und bekannt machen? Die Bücher zum Thema will ich Ihnen nicht
vorenthalten: Multitasking; Torkel Klingberg oder Die
Multitaskingfalle von Beate Schneider&Martin Schubert.
Erleichtert bin ich, dass Frauen eben nicht multitaskingfähig
sein sollen.
Die Verwaltungsratskosten werden halbiert, die Berater für Strategie, Auslandpläne und Kommuni- kation abgeschafft. Es wird erkannt, dass die Kompetenzen im eigenen Betrieb vorhanden sind. Herr Haldser hat ein kleineres Büro bezogen...! Was ist der Hintergrund der guten Nachrichten?
Herr Ivar Niederberger hat einige Voraussetzungen die einen Unternehmer begrenzen könnten:
Er ist heute erfolgreicher Immobilienhändler, Besitzer von 25 Läden für Frauenmode, hat 150 Mitarbeiter, fährt Trabrennen und schreibt an einem Buch: GLÜCK HAT 3 BUCHSTABEN - TUN...!
Erstaunlich was eigene Überzeugungen im positiven Sinne bewirken können. www.kleidi.ch
Mehr finden sie über ihn in der Februar Ausgabe von Brand Eins dem anderen Wirtschaftsmagazin aus Deutschland.
Die ausgewiesenen Immobilienspezialisten Reinhard Giger und Peter Hänsler stellen sich nicht mehr zur Wahl für den Verwaltungsrat. Die Geschäftleitung ist in gekündigtem Verhältnis. Der Kapitalbedarf beträgt CHF 170 Mio. und könnte mit einer Kapitalerhöhung umgesetzt werden. Herr Beat Frischknecht kontrolliert 52% der Stimmen mit 10.4% Aktien (nicht kotierte B-Aktien) und verhindert die Kapitalerhöhung erfolgreich. Die Rolle von Herr Prof. Franz Jaeger als Verwaltungsratspräsident ist für mich unverständlich, vervollständigt hingegen mein Bild. Finger weg!
Es hat Resultate und Erkenntnisse die wenig Erstaunen sollten. Babyboomer verlassen ihre Einfamilienhäuser - Preise sinken - sie ziehen in die Stadt/zentrale Lage/ÖV... - Preise für Kauf oder Miete von Wohnungen eher steigend! Also wichtig beim Kauf unbedingt beachten: Lage; Lage; Lage; Lage...! https://www.credit-suisse.com/ch/privatkunden/hypothekenfinanz/de/doc/immobilienstudie_de.pdf
Eine neue Seuche breitet sich aus. Obwohl es weder hipp noch cool ist. Es ist eine Frage von Respekt und Anstand. Ist der Baden gegangen? Ebenso die kurzfristigen Absagen oder zu spät kommen ohne Meldungen. Es ärgert mich. Dieser Artikel ist Balsam ;-) www.tagesanzeiger.ch/leben
Was erhalten Sie, wenn Sie Obligationen von Griechenland haben und aussteigen wollen? Mit grosser Sicherheit Abschläge auf dem Kurs, da das Schuldnerrisiko steigt. Beachten Sie unbedingt in Ihrem Depot, ob Sie Obligationen oder Anlagefonds von Schuldnern mit Schwierigkeiten haben.
"Als der Beobachter im Januar nachfragte, wie hoch die Verwaltungskosten der AHV sind, konnte das Bundesamt für Sozialversicherungen keine Gesamtrechnung ausweisen." So beginnt der Artikel im Beobachter Ausgabe 4/10. Ich habe selten eine Firma gesehen, die derart unterschiedliche wie hohe Kostensätze in der Administration hat. Jetzt weiss ich, wie es der AHV finanziell besser gehen könnte; Effizienzsteigerung in der Verwaltung ist gefragt.
Soll ich das Geld auf meinem 3A Konto lassen oder in einen Fonds mit Aktienanteilen einsteigen? Je nach Höhe des Aktienanteils wird auch das Risiko eines Rückschlages an der Börse grösser. Deshalb ist es erst ab einem Anlagehorizont von 15 Jahren empfehlenswert, in einen Fonds mit hohem Aktienanteil umzuschichten.
Dieses Thema ist schon ein Dauerbrenner, bei welchem es sich wie in einem Krimi anhört mit Datendiebstählen, Razzien,... Die Berner Steuerbehörde erlässt ab 2010 bei einer Selbstanzeige die Straffolge/Busse und verlangt höchstens die ordentliche Nachsteuer plus Verzugszins bis zu 10 Jahren. Die Selbstanzeige ist nur einmal möglich und nur (gilt auch für den Erbfall) wenn die Steuerbehörde noch keine Kenntnis der Hinterziehung hatte. Hat ein Erblasser Steuern hinterzogen, wird dies neu für 3 statt 10 Perioden nachbesteuert, wenn die Erben ein vollständiges Nachlassinventar vorweisen können.
Betrifft die Krise in Dubai mein Vermögen? Als Kunde sollte ich mich mit dem "Dubai" Risiko (Exposures) auf meinen Anlagen auseinandersetzen. Inwiefern ist meine Anlage davon betroffen d.h. wie hoch fällt das Exposure aus? Jetzt könnte ich zumindest aussteigen und den Schaden in Grenzen halten.
Wer es noch nicht wahrnehmen wollte, findet eine wiederholte Bestätigung: Aktiv verwaltete Fonds vermögen die Messlatte nur in Ausnahmefällen zu schlagen. Ein Test von 39 Fonds der weltweit grössten Banken zeigt: Vier Fünftel schneiden schlechter ab als die Vergleichsindizes. Dies schreibt die Zeitung „Sonntag“. Selbstverständlich wollen jene, die an aktiv geführten Fonds ihr Geld verdienen, dieses Faktum nicht wahrhaben. „Fahrlässig“ und „bedeutungslos“ sei die Studie, enervierte sich ein Mann der Banque Pictet.
Der gesetzliche Mindestzins hätte nicht die gleiche Bedeutung wie heute, wenn die Versicherer nicht wären. Das schreibt die „Berner Zeitung“ in einem Kommentar. Sollte nämlich die erzielte Rendite deutlich über dem Mindestzins zu liegen kommen, bleibt ja das Geld in der Kasse. Es bleibt im Kreislauf. Anders bei den Lebensversicherern. Hier wird ein Tel der Gewinne dem Kreislauf entzogen. Und je tiefer der gesetzliche Mindestzins, desto grösser das Gewinnpotenzial. Deshalb setzen sich die Gewerkschaften jeweils für möglichst hohe Mindestzinsen ein. Die zwei Welten in der beruflichen Vorsorge – hier die Versicherer, da die autonomen Kassen – haben sich laut „Berner Zeitung“ nicht bewährt.
Nicht 1,5 Prozent wie vom Versicherungsverband gefordert; nicht 2,5 Prozent wie von den Gewerkschaften erwünscht, sondern schön in der Mitte bei 2 Prozent liegt der gesetzlich Mindestzins in der beruflichen Vorsorge auch im kommenden Jahr. Dies hat der Bundesrat entschieden. Obschon der Mindestzins eigentlich durch Marktgrössen bestimmt werden sollte, ist es nach wie vor der Bundesrat, der Jahr für Jahr im Herbst den Mindestzins fürs kommende Jahr bestimmt.
Im Frühling, als die Aktienkurse tief im Keller verharrten, waren die Analysten durchwegs skeptisch und warnten vor Aktienkäufen. Heute, nachdem die Kurse um 30 Prozent zulegten, wird plötzlich zum Kauf geraten. „Aktien haben weiteres Potenzial“, schreibt Swisscanto. Der sich abzeichnende Wirtschaftsaufschwung, die positiven Auswirkungen der enormen geldpolitischen Impulse und die noch verbreitet vorsichtige Haltung der Anleger würden die weltweiten Märkte für riskante Anlagen abstützen. Und weiter: „Aufgrund der immer noch extrem konservativen Positionierung vieler Investoren, die einen ungewöhnlich hohen Anteil ihres Vermögens in Sichteinlagen, Geldmarktfonds und Staatsanleihen angelegt haben, ist noch genug "Pulver" zum Kauf von riskanteren Anlageformen vorhanden.“ Immerhin: Kurzfristig sei die Gefahr einer Korrektur allerdings gestiegen, warnt Swisscanto. Mit dieser Einschränkung will sich das Gemeinschaftsunternehmen der Kantonalbanken wohl absichern, falls es anders kommt als prophezeit.
Die Prämien für Erwerbsunfähigkeitsversicherungen dürften eher wieder sinken, nachdem sie vor Jahren steil in die Höhe gestiegen waren. Grund des positiven Prämienverlaufs ist die härtere Gangart der IV. Da Leute mit Schleudertraumata immer seltener eine Rente erhalten, können die Versicherer Kosten sparen. Kommt hinzu, dass die Prämienhöhe über die Laufzeit nicht mehr garantiert ist. So können die Versicherer knapper kalkulieren. Falls es dann nicht mehr aufgeht, können sie die Prämien immer wieder anpassen. Ob jedoch die Versicherer ihre Prämien auf breiter Front oder nur vereinzelt senkten, ist kaum auszumachen. Die Versicherer sind mehrheitlich dazu übergegangen, berufsabhängige Prämien zu offerieren. Somit lassen sich Prämienvergleiche mit früheren Perioden kaum mehr bewerkstelligen.
„Für Haus- und Wohneigentümer und alle, die es werden wollen, ist das Musik in den Ohren“, liest man auf Tages-Anzeiger online. Hypotheken, die auf den kurzfristigen Geldmarktzinsen des Libor beruhen, seien derzeit schon ab 1,1 Prozent im Angebot Bei einer Hypothek über 800’000 Franken macht dies weniger als 800 Franken Zinsen pro Monat. Doch auch Festhypotheken sind nach dem geradezu dramatischen Rückgang Anfang 2009 so günstig wie nur sehr selten. Die meisten Fachleute erwarten für 2010 einen moderaten Zinsanstieg; eine rasche Zinswende befürchten die wenigsten.
„Kaufe in der Baisse; verkaufe in der Hausse“. Diese Börsenregel gilt offenbar nicht für Pensionskassen. Ende 2008, als die Baisse nicht zu leugnen war, betrug die durchschnittliche Aktienquote der Pensionskassen rekordtiefe 20,7 Prozent, wie Complementa an einer Pressekonferenz in Zürich erläuterte. Der tiefe Wert ist auf Buchverluste zurückzuführen. Doch Pensionskassen wären gut beraten gewesen, gegen den Strom zu schwimmen und zu gedrückten Kursen Aktien zu kaufen. Als nämlich im März das Aktienrallye ansetzte, waren die Pensionskassen mit Aktien untergewichtet und verpassten demnach einen schönen Teil des Kursanstiegs.
Nach Einschätzung der Bank Sarasin ist der Aufschwung an den Aktienmärkte in die zweite Phase getreten – und diese Phase ist meistens die Zeit der Nebenwerte. Sie hat im Juli begonnen und basiert auf hoffnungsvollen Fundamentaldaten. „Während mehr und mehr Anleger Geld in Aktien umschichten, fliesst auch mehr Geld in Nebenwerte“, schreibt Sarasin. Die Anleger würden einerseits selektiver, seien aber andererseits auch bereit, grössere Risiken einzugehen. Viele Anleger, welche sich im Abschwung aufgrund der hohen Risiken von Nebenwerten verabschiedet hätten, zeigten nun wieder vermehrtes Interesse.
Voller Stolz verkündet die Zürich ein neues kapitalgeschütztes Lebensversicherungsprodukt. Es heisst Capital Certificate, hat angeblich „attraktive Renditechancen“ und verspricht eine hundertprozentige Kapitalgarantie bei Vertragsablauf für Anleger ab Alter 50. Nichts gegen eine hundertprozentige Kapitalgarantie. Diese hat man aber auch auf dem Sparheft – und erhält dort erst noch garantiert Zins plus Zinseszins.
Also doch: Erst im Juni hat die SBB erklärt, sie wolle für die Sanierung ihrer Pensionskasse zuerst abwarten, wie viel Geld sie vom Bund erhält. Doch Abwarten und Tee trinken kostet viel Geld. So hat sich nun der Verwaltungsrat eines Besseren besonnen und Sanierungsmassnahmen bekanntgegeben. Die Massnahmen werden die Mitarbeiter hart treffen, obschon der Sanierungsplan auf der Annahme beruht, dass der Steuerzahler 1,1 Milliarden Franken besteuert.
Die Nettoneugeldzuflüsse in börsenkotierte Anlagefonds (ETF) sind erheblich angestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten sammelten die Produkte neue Gelder in Höhe von 41 Mrd. Euro ein. Besonders haben Investoren breit diversifizierte europäische Fonds sowie Produkte auf Rohstoffe und festverzinsliche Papiere nachgefragt. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Marktbericht von iShares, dem weltweiten Marktführer für börsenkotierte Indexfonds.
Wer von steuerbegünstigten Sparmodellen des Typs 3a profitieren möchte, wählt vorzugsweise ein Konto 3a und nicht eine 3a-Police. So steht es in jedem Lehrbuch und in einschlägigen Fachbeiträgen. Doch die Versicherer schaffen es immer wieder, neue 3-Policen schmackhaft zu machen. Jüngstes Beispiel liefert Skandia. Sie lanciert mit Safety Plan 3a eine fondsgebundene Versicherung mit Erlebensfallgarantie. Zur Erinnerung: Jede Garantie kostet Geld. Wenn man alle Jahre einen bestimmten Betrag auf die hohe Kante legt, braucht man dieses nicht auch noch abzusichern. Anders gesagt: Wer Hosenträger trägt, braucht sich nicht auch noch einen Gürtel umzuschnallen.
Nach dem Schock kommt meist die Erholung: So haben die Aktienmärkte seit März 2009 in einem wahren Rallye um 40 Prozent zugelegt. Ist es nun bereits zu spät, um Aktien zu kaufen? Die Analysten der Bank Sarasin finden „nein“. Sie stützen sich bei ihrer Einschätzung auf das langfristige Bewertungsmodell von Shiller. Danach war der US-Aktienmarkt im vierten Quartal 2008 zum ersten Mal seit 1990 wieder günstig bewertet. Nun liege die Bewertung wieder „nahe beim fairen Wert“. Somit kann man laut Sarasin für die Zukunft Renditen entsprechend dem langfristigen Mittelwert von 1925 bis 2008 erwarten. Dieser liegt bei 8 Prozent.
Der Ständerat setzte sich vor zwei Tagen für eine erleichterte Familienbesteuerung ein. Was das für den Kanton Bern heisst, beantwortet heute die „Berner Zeitung“: «Die auf Bundesebene diskutierte Reform der Ehe- und Familienbesteuerung hat auf die Gemeinde- und Kantonssteuern eher geringfügige Auswirkungen».
Man kann der Steuerverwaltung des Kantons Bern viel vorwerfen. Nicht vorwerfen kann man ihr aber, sie nähme Kundenbedürfnisse nicht ernst. Um es genau zu wissen, machte sie Ende 2008 eine Umfrage bei 4000 Bürgerinnen und Bürgern. Nun, die Zufriedenheit ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass das Ausfüllen einer Steuererklärung und das Zahlen von Steuern nur in wenigen Fällen zu den Lieblingsbeschäftigungen unserer Zeitgenossen gehören. Besonders zufrieden sind jene, die die Steuererklärung online ausfüllen. Ein Drittel davon ist nämlich „sehr zufrieden“; mehr als die Hälfte „grösstenteils zufrieden“. Bei jenen, die die Steuererklärung nach alter Väter Sitte von Hand ausfüllen, ist der Zufriedenheitsfaktor nicht mehr ganz so gut, aber immer noch beachtlich: 17 Prozent sind sehr; 44 Prozent sind grösstenteils zufrieden.
Bekanntlich will der Bundesrat die stark defizitäre Pensionskasse SBB mit Bundesgeldern sanieren helfen. Doch gemäss einer Umfrage des Vorsorgeforums zur geplanten Sanierung der Pensionskasse SBB mit Mitteln des Bundes hat eine nur geringe Bereitschaft der Teilnehmer gezeigt, dafür öffentliche Mittel einzusetzen. Mit einem Anteil von 27 Prozent ist es nur ein gutes Viertel, das die Unterstützung befürwortet. Von den Teilnehmern sind 61 Prozent beruflich im Bereich 2. Säule tätig.
Allianz Suisse hat auf Anfang dieses Monats das Onlineangebot erweitert. Neu kann man auch Hausrat- und private Haftpflichtversicherungen online abschliessen. Wer dies via www.allianz24.ch tut, kann laut offizieller Lesart mit Kostenvorteilen von durchschnittlich 10 Prozent bei vergleichbarem Deckungsumfang rechnen. Nach Angaben von Allianz Suisse ist die Nachfrage für Onlineabschlüsse hoch. Die Steigerungsraten für die Motorfahrzeug- und Rechtsschutzversicherungen, die man seit einem Jahr online abschliessen kann, liegen bei über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ähnliche Wachstumsraten erwartet Allianz Suisse auch bei der Hausrat- und privaten Haftpflichtversicherung.
Amerikaner sind bekannt dafür, das Sparen nicht erfunden zu haben. Lieber verschulden sie sich, statt auf den Konsum zu verzichten. Wie nun aber der USA-Korrespondent der „Finanz + Wirtschaft“ schreibt, dürfte sich dieses Klischee überholt haben. Der jüngste Schock dürfte zu einem Umdenken geführt haben. Die private Sparquote stieg von März bis Mai 2009 von 4,3 auf 6,9 Prozent. Eine höhere Sparneigung und einen damit verbundenen Abbau der Schulden ist zwar eine erfreuliche Entwicklung – und doch hat sie eine Kehrseite. Sollte nämlich die Sparquote auf 10 Prozent steigen, wie das etwa prognostiziert wird, entspräche das einer Konsumlücke im Wert von 1200 Milliarden Dollar. Mit solchen Aussichten wird der Wirtschaftsmotor der USA kaum in Gang kommen.
Um Steuern zu sparen, sollte man nicht nur ein Konto 3a eröffnen, sondern mehrere. Und damit die Äufnung mehrerer Vorsorgekonti auch Sinn macht, sollte man diese in unterschiedlichen Jahren auflösen. Damit wird bekanntlich die Steuerprogression gebrochen. Was das in Franken ausmacht, rechnet uns heute die Berner Zeitung für diverse Gemeinden vor. Beispiel Stadt Bern: Lässt man sich 250000 Franken der 2.Säule oder der Säule 3a auszahlen, gehen 19416 Franken an den Fiskus. Wird das Geld in fünf verschiedenen Jahren bezogen, reduziert sich die Steuerbelastung.
Fundexplorer bezeichnet sich wenig bescheiden als „führende Suchplattform für börsengehandelte Indexfonds“. Nun führt besagte Suchplattform für solche Exchange Traded Funds ein ETF-Rating ein, welches die relevanten Entscheidungskriterien bei der ETF-Auswahl berücksichtigt. Damit soll die ETF-Auswahl vereinfacht und der immer komplexer werdende ETF-Markt übersichtlicher gemacht werden.
Der Direktvertrieb von Versicherungsangeboten ist nicht Neues. Doch erst jetzt scheint er richtig in Fahrt zu kommen. Vor einem Jahr lancierte Allianz Suisse den Online-Vertrieb von Motorfahrzeug- und Rechtsschutzversicherungen. Und nun seit Anfang Juli kann man auch Hausrat- und private Haftpflichtversicherungen online abschliessen. Wer dies via www.allianz24.ch tut, kann laut offiziellen Angaben mit Prämienvorteilen von durchschnittlich 10 Prozent bei vergleichbarem Deckungsumfang rechnen.
Die Motion der Basler SP-Ständerätin Anita Fetz hatte einiges für sich: Da werden milliardenschwere Konjunkturpakete geschnürt, um den Wirtschaftsmotor bei Laune zu halten. Und gleichzeitig sollen Pensionskassen saniert werden, womit den Leuten wieder das Geld aus der Tasche gezogen und damit das verfügbare Einkommen geschmälert wird. Deshalb, so Anita Fetz, soll für die Sanierung von Pensionskassen ein Moratorium beschlossen werden. Die Ständeratsmehrheit wollte von diesem Vorschlag nichts wissen. Und nun sagt das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV), Sanierungsmassnahmen würden die Wirkung der Konjunkturpakete nicht beeinträchtigen. Das BSV rechnet vor: Die geschätzten Sanierungsmassnahmen von bis zu 360 Millionen Franken würden sich im Monatslohn eines Angestellten nur mit rund 9 Franken zu Buche schlagen. Damit dürfte der Konsum um 0,03 Prozent abnehmen. Umgekehrt hätte eine Sanierung eine positive Wirkung auf die Altersrente, so dass die Leute tendenziell aufs Sparen verzichten und eher mehr Geld ausgeben würden, was wiederum den Wirtschaftsmotor am Laufen halte.
Nach wie vor sind die Hypothekarzinsen sehr tief und die Nachfrage nach Festhypotheken ungebrochen. Dies zeigt das Hypotheken-Barometer von comparis.ch für das zweite Quartal 2009. Der durchschnittliche Zinsanstieg übers ganze Quartal gesehen ist kaum der Rede wert. Gerade 10-jährige Festhypotheken sind bei mehr als der Hälfte der Wohneigentümer gefragt, da man möglichst lange von den tiefen Zinsen profitieren will. Festhypotheken mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosteten im zweiten Quartal im Durchschnitt 3,5 Prozent, 5-jährige sogar nur 2,7 Prozent.
Das Schlimmste dürfte vorüber sein. Das meinen vier Berner Anlageexperten im „Bund“ von heute. Diesbezüglich sind sich die Experten einig. Unterschiedlich ist jedoch ihre Einschätzung für die kommenden zwölf Monate. Den SPI, der heute bei 4677 Punkten notiert, sehen sie Mitte 2010 bei 5000 bis 5800 Punkten. Das entspricht einer Steigerung von 7 bis 24 Prozent. Eine mässige Steigerung von 7 Prozent prognostiziert Bruno Rohner von der DC Bank in Bern. Plus 24 Prozent sagt Marc Trösch von der Raiffeisenbank in Bern voraus.
Die Schweizer sind in Sachen Finanzfragen und Fondswissen noch immer Anfänger. Dies ergab eine Umfrage von Axa. 47 Prozent der Befragten stufen in einer Selbsteinschätzung ihr Wissen als „weniger gut“ ein. Nur 15 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, derzeit im Besitze von Fondsanteilen zu sein. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 17 Prozent.
Die Aktienmärkte haben sich in den zurückliegenden drei Monaten von ihren Tiefstständen markant abgehoben. Das Kursniveau ist aber weit, sehr weit von den Höchstständen entfernt, wie sie im Frühsommer 2007 gemessen wurden. Doch trotz dieser noch weiten Entfernung warnt Clariden Leu vor Euphorie. „Nach der jüngsten Aktienmarkt-Rally klafft der Graben zwischen der optimistischen Stimmung und den realwirtschaftlichen Fakten zunehmend auseinander“, schreibt die Bank und sagt: „Es droht eine Kurserholung“.
Wann immer die Finanzmärkte durch Turbulenzen geschüttelt werden, fliehen Anleger ins Gold. Und wenn der Goldpreis steigt, steigt auch der Preis für Goldmünzen. «Ja, ich stelle eine markante Nachfragesteigerung in Kurantmünzen fest», erklärte Beat Kummer vom Münzen- und Raritätenshop in Bern gegenüber der Berner Zeitung. Gefragt seien vor allem das altbewährte Vreneli, der südafrikanische Krügerrand oder die britische Unze, genannt Britannia. «Für diese Münzen besteht zwischendurch ein Lieferengpass», sagt Kummer. Für ein Konfirmationsgeschenk wollte er eine Britannia besorgen, wurde aber erst fündig, als das Fest vorüber war.
Die Mehrheit des Ständerats setzte sich für die Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre ein. Viel wurde zu diesem Thema gesagt. Die Linken stimmen der Erhöhung nur zu, wenn gleichzeitig Frühpensionierungen sozial abgefedert werden. Einen besonderen und für viele einen neuen Aspekt warf der Glarner SVP-Ständerat This Jenny in die Runde. Er wies darauf hin, dass die Leistungen für Witwen 1,5 Milliarden Franken pro Jahr ausmachten. Für Witwer dagegen nur 30 Millionen Franken.
Gemäss einer repräsentativen Umfrage vertrauen rund 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer den Pensionskassen. Nur wenige wissen aber, wie die berufliche Vorsorge funktioniert. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise haben in der Bevölkerung zudem für Verunsicherung gesorgt. Im Rahmen einer - zusammen mit der Firma business campaigning Switzerland GmbH entwickelten - langfristig angelegten Sensibilisierungs- und Informationskampagne will der Pensionskassenverband ASIP das Wissen der Bevölkerung steigern, die Komplexität reduzieren und letztlich auch zu mehr Transparenz beitragen.
Allianz Suisse pusht den Verkauf ihrer Diebstahlversicherung auf ihre eigene Art. Der Sachversicherer publiziert eine Medienmitteilung, wonach immer mehr Skier und Snowboards gestohlen würden. Der Trend zu teurer Ausrüstung rufe verstärkt Diebe auf den Plan. So habe die Zahl der als gestohlen gemeldeten Wintersportgeräte in dieser Saison sprunghaft zugenommen, wie die Statistiken der Allianz Suisse zeigten.
Die Mobiliar hat an ihrer Bilanzmedienkonferenz ein neues Produkt vorgestellt, vielleicht wollte sie damit das schlechte Jahresergebnis vertuschen, verursacht durch spekulative Anlagen in der Höhe von 300 Millionen Franken. Nun, es handelt sich um eine Unfall- und Krankenversicherung für Hunde und Katzen. «Tiere haben einen wichtigen Platz im Leben unserer Kunden», soll CEO Urs Berger gesagt haben. Seit Montag, dem Datum der Lancierung, seien bereits zwölf Katzen und vier Hunde versichert worden. Nicht ganz richtig ist die Meldung der SDA, wonach die Mobiliar der erste Versicherer mit einer Haustierversicherung sei. Der Krankenversicherer Assura bietet schon seit Längerem Haustierversicherungen an.
Die Finanzierung von Wohneigentum ist attraktiver denn je. Im Verlauf des ersten Quartals 2009 sind die Hypothekarzinsen noch weiter gefallen. Dies zeigt das Hypotheken-Barometer des Internet-Vergleichsdiensts Comparis. Die Nachfrage nach langen Laufzeiten bei Festhypotheken ist im Aufwärtstrend. Die Hälfte der Wohneigentümer interessierte sich für Festhypotheken mit Laufzeiten zwischen 7 und 10 Jahren. 10-jährige Festhypotheken kosteten im ersten Quartal 2009 durchschnittlich nur noch 3,4 Prozent. Festhypotheken mit einer Laufzeit von fünf Jahren gerade noch 2,7 Prozent.
Im Vergleich zu anderen Vorsorgeeinrichtungen der öffentlichen Hand steht die Publica mit einem Deckungsgrad von 96 Prozent per Ende 2008 sehr gut da. Dennoch will die Kasse der Bundesangestellten nicht zuwarten. Sie prüft Sanierungsmassnahmen, wie das sonst bei Kassen mit einem Deckungsgrad von unter 90 Prozent üblich ist. So empfiehlt die Kassenkommission den paritätischen Organen der einzelnen Vorsorgewerke, mögliche Sanierungsmassnahmen eingehend zu prüfen. Vom Verlauf der Finanzmärkte in den kommenden Monaten werde abhängen, ob diese Massnahmen umgesetzt werden müssen.
Bekannt ist folgendes: Eine Person, die Arbeitslosenentschädigung bezieht, kann Beiträge in die Säule 3a einbezahlen, denn die Arbeitslosenentschädigung gilt als Ersatzeinkommen zum Erwerbseinkommen. Dies dürfte mittlerweile auch den Veranlagungsbeamten der kantonalbernischen Steuerverwaltung bekannt sein (siehe Aufgegriffen vom 4.1.2008). Nicht unbedingt bekannt ist hingegen, wie viel ein Arbeitloser in jenem Jahr in die Säule 3a einzahlen darf, in welchem er ausgesteuert wird. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat diese Frage nun beantwortet: „Im Jahr, in dem der Anspruch auf die Arbeitslosenentschädigung erlischt, können Arbeitslose den Höchstbetrag abziehen, auch wenn sie nur während einigen Monaten eine Entschädigung bezogen haben. Die gesamte jährliche Arbeitslosenentschädigung muss allerdings mindestens 6'566 Franken betragen. Es ist also nicht möglich, höhere Beitragszahlungen als die Arbeitslosenentschädigung selbst in Abzug zu bringen. Ausserdem muss der Höchstbetrag von 6'566 Franken bereits vor Erlöschen des Anspruchs auf die Arbeitslosenentschädigung einbezahlt worden sein. Die Beitragszahlungen in die Säule 3a sollten also nicht bis zum Jahresende aufgeschoben werden.
„Nach einem enttäuschenden Januar und miserablen Februar brachte der März endlich die ersten Lichtblicke,“ schreibt Clariden Leu in einem Börsenbrief. Der Finanzminister der USA legte einen vom Markt positiv aufgenommen Rettungsplan für die Banken vor. Ausserdem zeigten diverse Wirtschaftsindikatoren eine zaghafte wirtschaftliche Stabilisierung an. Die Aktienmärkte reagierten entsprechend positiv. „Trotz erster positiver Vorboten ist es allerdings noch zu früh, um aggressiv in risikoreichere Anlagen umzuschichten. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer,“ so das Investment-Research-Team von Clariden Leu weiter.“ Bleibt zu hoffen, dass die Börsenpropheten den Sommer nicht verschlafen. Wie heisst es doch: Kaufe in der Baisse; verkaufe in der Hausse.
Welche der grossen Fondsgesellschaften Europas ist die beste? Bingo: Swisscanto. Dies jedenfalls findet die auf Fondsanalyse spezialisierte Firma Lipper. Swisscanto, die Fondsgesellschaft der Kantonalbanken, wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Gemäss Morningstar, einer anderen Fondsanalystin, ist Swisscanto die beste Fondsgesellschaft der Schweiz
Manchmal findet man in der Flut der parlamentarischen Vorstössen auch Rosinen.. Zum Beispiel jene der Thurgauer CVP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher. Sie beauftragt den Bundesrat, in einem Bericht die finanziellen und sozialpolitischen Auswirkungen sowie die gesetzestechnischen Anforderungen einer Erhöhung der AHV-Rente um 33 Prozent bei einer entsprechenden Kürzung der Renten der Pensionskassen aufzuzeigen. Intelligent deshalb, weil die AHV auf Kosten der 2. Säule gestärkt werden müsste. Die AHV sollte laut Verfassung die Existenz im Alter sichern. Sie tut es nicht. Häufig müssen Ergänzungsleistungen beansprucht werden, die aber nicht Teil der AHV sind. Ergänzungsleistungen waren nur für Pflegeleistungen vorgesehen. Auf der anderen Seite werden via 2. Säule im Kapitaldeckungsverfahren Milliarden von Kapitalien gebunden, die dem Konsumenten und damit der Wirtschaft entzogen werden.
Zurzeit, wo die Analysten mit ihren Gewinnprognosen nur daneben treffen, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als Kennziffer nicht viel wert. Als Alternative bietet sich das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) an. Doch aufgepasst: Ein historisch tiefes KBV kann sehr wohl eine Unterbewertung anzeigen; es kann aber ebenso gut ein Warnzeichen sein, wie die Bank Sarasin schreibt. Das KBV sei daher nur in Kombination mit anderen Bewertungskennziffern aussagekräftig. Sarasin empfiehlt folgende Schweizer Aktien mit einem KBV von unter eins: Aryzta, Georg Fischer, Holcim, Julius Bär, Komax, Mobimo, Valora und Zürich.
„Cash ist King”. Cash als Bargeld, nicht Cash als Zeitung. Wie aber Cash – die Zeitung – schreibt, setzten die Geldmarktfonds auch 2009 ihren Siegeszug fort. Sie verzeichnen seit Anfang Jahr mit gut 40 Milliarden Franken den höchsten Neugeldzufluss, wie aus dem Fondsbericht von Lipper hervorgeht. Neben den Geldmarktfonds setzen die Anleger vor allem auf Geldfonds. Von der Flucht in Cash und in Gold profitiert vor allem die Genfer Privatbank Pictet. Sie verzeichnet im Februar einen Neugeldzufluss von 2,65 Milliarden Franken. Zu den Verlierern gehört – wen erstaunt’s – die UBS. Im Februar verzeichnet sie Abflüsse aus ihren Fonds von 44 Millionen Franken.
„Rentner, die sich scheiden lassen, leben besser“, schreibt die BZ in der heutigen Ausgabe. Wenn sich Rentner scheiden lassen, erhalten sie monatlich bis über 1’000 Franken mehr Einkommen. Beim Rentnerehepaar werden die Renten plafoniert. Das heisst, die Summe beider Einzelrenten eines Ehepaars darf nicht grösser sein als 150 Prozent der Maximalrente von derzeit 2280 Franken. Haben also beide Partner auf Grund ihrer Beitragsjahre und des Durchschnittslohnes Anspruch auf eine maximale Vollrente, so erhalten sie zusammen nicht 4560 Franken, sondern «bloss» 3420 Franken. Konkubinatspaare haben es besser: Sie erhalten anstandslos die 4560 Franken und verdienen damit 1140 Franken mehr pro Monat. Rentnerehepaare sind daher gegenüber gleichaltrigen Konkubinatspaaren stark benachteiligt. Mit einer Standesinitiative will der Kanton Zürich die ungleiche Behandlung abschaffen.
Die Nationalbank strebt beim Dreimonats-Libor einen rekordtiefen Zins von 0,25 Prozent an. So könnten nach einer zeitlichen Verzögerung auch die Festhypotheken bald wieder unter Druck geraten. Doch besonders interessant sind derzeit die Libor-Hypotheken, die zum Beispiel bei der Migros Bank zu 1,6 Prozent zu haben sind. Doch der kurzfrstige Libor-Zinssatz ist unberechenbar. Deshalb sind Libor-Hypotheken mit kurzfristigen „Switch-Möglichkeiten“ zu prüfen. Sie ermöglichen, auf jede Fälligkeit hin in eine Festhypothek zu wechseln. So kann eine höchst mögliche Flexibilität erreicht werden.
Von wegen, dass jede öffentlich-rechtliche Pensionskasse eine massive Unterdeckung aufweist. Schon Publica, die Pensionskasse des Bundespersonals, steht mit einem Deckungsgrad von 96 Prozent per Ende 20008 recht gut da. Im Vergleich dazu präsentiert sich die Lage für die Pensionskasse des Gemeindepersonals von Köniz geradezu sensationell. Sie weist per Ende 2008 einen Deckungsgrad von 107 Prozent auf. Nun will die Kasse vom Leistungs- aufs Beitragsprimat wechseln.
Es ist wieder soweit. Wenn ich die Zeitung aufschlage, fallen mir die vielen Inserate für Unterstützung bei Steuererklärungen auf. Die Dienstleistung wird in allen Varianten angeboten. Teilweise versuchen sich die Anbieter zu übertreffen mit dem günstigsten Angebot. Ich habe meine Zweifel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeit bezahlt wird. Die Frage ist angebracht, welche Arbeit ich da bezahle. Unterschreiben muss ich als Steuerzahler, ebenso hafte ich für die wahrheitsgetreue Ausführung. Für was haftet der Anbieter oder derjenige der die Daten erfasst hat? Die Gemeinde Worb unterstützt Ihre Bewohner gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von CHF 70.— und macht es nicht publik. Andere Gemeinden haben diese Dienstleistung auch. Sie wird nicht gerne beworben, um die Nachfrage klein zu halten. Erkundigen Sie sich bei ihrer Gemeinde inwiefern die Unterstützung zum Ausfüllen der Steuererklärung genutzt werden kann.
Eine Grafik, die für sich spricht. Die Wertentwicklung einiger Finanzinstitute am 30.06.2007 und etwas mehr als 1.5 Jahre später am 20.01.2009. Mein Rat: Finanztitel oder Einzeltitel würde ich in nächster Zeit meiden. Falls Sie diese im Depot haben, sollten Sie sich in den nächsten 1-4 Monaten von ihnen trennen, sobald Sie - ausgehend vom neuen Jahr - eine zum voraus festgelegte Rendite erzielt haben.
Wer in die Pensionskasse Einkäufe tätigt, kann das Geld erst nach drei Jahren als Kapital beziehen. Mit dieser Regelung will man vermeiden, dass kurz vor der Pensionierung aus steuerlichen Gründen hohe Einkäufe mit dem entsprechenden Steuerabzug getätigt werden, nur um kurz darauf das Kapital wieder zu beziehen. Kein Problem ist aber, das eben einbezahlte Geld als Rente zu beziehen. Was passiert aber, wenn eine 62 jährige Frau kurz vor der Entlassung noch 20'000 Franken in die PK zahlt und dann die gesamte Freizügigkeitsleistung auf ein Freizügigkeitskonto überweisen lässt? Bekanntlich zahlen Freizügigkeitskonti keine Renten. Doch auch für solche Fälle kennt das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) kein Pardon. „Da die betroffene Person sich mit 62 Jahren eingekauft hat, kann sie den Betrag von 20'000 Franken nicht vor ihrem 65. Altersjahr in Kapitalform beziehen. Es ist zulässig, die 20'000 Franken bis zum 65. Altersjahr auf dem Freizügigkeitskonto zu belassen“, schreibt das BSV in einer Stellungnahme.
Geht es nach den Lesern der Wirtschaftszeitung „Cash“, dann wird es an den Börsen auch in den nächsten Wochen und Monaten strube Zeiten geben. Gemäss einer Online-Umfrage, bei welcher knapp 4400 Leute mitgemacht haben, vertreten 73 Prozent die Ansicht, die zu publizierenden Jahreszahlen der Unternehmen würden die Aktienkurse zusätzlich unter Druck setzen. Nur 16 Prozent glauben, dass die tiefen Kurse die schlechten Nachrichten bereits spiegeln würden. Da kann man nur auf die Erfahrung bauen. Die da sagt: Die Herde hat selten Recht.
Die ersten Berechnungen des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index, der das tatsächliche Anlageverhalten von über 100 Pensionskassen berücksichtigt, ergeben für das 4. Quartal 2008 eine negative Performance von knapp 8 Prozent. Für das Gesamtjahr 2008 verzeichnet der Credit Suisse Pensionskassen Index somit einen Rückgang von insgesamt mehr als 13 Prozent. Während sich der Index nach einem schwachen Januar in den Monaten Februar bis August 2008 knapp im positiven Bereich halten konnte, leitete der September schliesslich den deutlichen Rückgang des Indexes für das ganze 2008 ein. Die BVG-Mindestrendite für das vierte Quartal beträgt wiederum 0.68%, wodurch sich die negative Differenz zwischen Index und Mindestverzinsung sowohl im 4. Quartal als auch über das gesamte Jahr deutlich erhöht.
Im Kanton Bern stehen für das Steuerjahr 2009 ein paar wenige Änderungen an. Am meisten interessieren dürfte der Kinderabzug: Er steigt von bisher 4400 Franken auf neu 6300 Franken. Der Abzug für auswärtige Ausbildung steigt von 4400 auf 6000 Franken und der Abzug für Drittbetreuung von 1500 auf 3000 Franken. Zweitens kommt für steuerbare Einkommen ab 30'000 Franken ein tieferer Steuersatz zur Anwendung. Auch bei der Vermögenssteuer wurde der Tarif um durchschnittlich 12 Prozent gesenkt. Zusammen mit den höheren Abzügen für Kinder ergeben sich dadurch zum Teil deutliche Steuereinsparungen. Die dritte Änderung betrifft Einkünfte aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften und Genossenschaften. Der massgebliche Steuersatz wurde bereits für das Steuerjahr 2008 reduziert. Neu ist nun auch eine Entlastung im Vermögen vorgesehen, indem der Steuersatz für das steuerbare Gesamtvermögen für Beteiligungen an den erwähnten Gesellschaften um 20 Prozent reduziert wird. Was die direkte Bundessteuer betrifft, so sind Dividenden für Beteiligungen im Privatvermögen nur zu 60 Prozent steuerbar, sofern die Beteiligungsquote mindestens 10 Prozent beträgt. Diese Änderung ist Teil der Unternehmenssteuerreform II, zu welcher das Volk im zurückliegenden Jahr den Segen gegeben hatte.
Auf dem obligatorischen Teil des Pensionskassenkapitals beträgt der gesetzliche Umwandlungssatz noch gut 7 Prozent. Zu welchem Satz aber das überobligatorisch angesparte Kapital in eine Rente umgewandelt wird, ist von Kasse zu Kasse verschieden. Die Vorsorgeeinrichtungen haben hier freie Hand. Das heisst, dass in der Praxis der effektive Umwandlungssatz auf dem gesamten PK-Kapital – also auf dem obligatorischen wie auch auf dem überobligatorischen Teil – deutlich unter 7 Prozent betragen wird. Nun wird aber über den gesetzlichen Umwandlungssatz heftig gerangelt, was leider nicht viel bringt. Je höher der Umwandlungssatz auf dem Obligatorium, desto tiefer wird er auf dem Überobligatorium ausfallen. Nachdem sich nun das Parlament nach langem Hin und Her auf eine Senkung auf 6,4 Prozent des gesetzlichen Umwandlungssatzes geeinigt hat, sieht sich die Partei der Arbeit dazu veranlasst, gegen diesen Parlamentsbeschluss das Referendum zu ergreifen. Sie haben bis mitte April Zeit, die 50'000 Unterschriften zu sammeln. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) beschliesst Mitte Januar, ob er beim Referendum mitmacht. Bei Travail Suisse entscheiden die Mitgliederverbände einzeln. Hoffen wir, dass das Referendum nicht zustande kommt. Sonst geht das Gerangel weiter, statt dass sich die Politiker darauf einigen, einen einheitlichen Umwandlungssatz sowohl auf dem obligatorischen wie auf dem überobligatorischen Teil durchzusetzen
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