Risiken, welche die Rendite belasten:
Investitionen in:
Fondsvergleiche, Personalrochaden, Newsletter, Empfehlungen (Verlag Publicontext, Herausgeber von Anlagetrends)
Die Schweizer Börse stellt börsenkotierte Anlagefonds (ETF) und Immobilienfonds vor
www.fundinfo.ch, www.swissfunddata.ch
Hier finden Sie alle Pflichtpublikationen zu Anlagefonds wie: Berichte, Reglemente, Prospekte etc. aller Anbieter, nicht nur jene Ihrer Bank
Alles zu börsenkotierten Anlagefonds wie bei der Schweizerbörse; ist im Auf- und Ausbau
www.morningstar.ch, www.etfexplorer.com
Leider teilweise kostenpflichtige Seite für Vergleiche von ETF
Einer der Besten neben Bloomberg und Reuters. Englisch ist wichtig für die Bedienung.
Sie erhalten nächstens in der Presse, im TV, bei Banken, Experten etc. …:
Wichtig: im Vordergrund sind meistens Produkte, Bekanntheit, eigener Gewinn…
Die Mediation ermöglicht einen Spielraum der weit über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinausgeht. Es wird möglich, dass beide Parteien Gewinner sind und keine Verlierer produziert werden.
ASDA – Schweizerische Vereinigung der diplomierten Versicherungsfachleute
FPVS - Finanzplanerverband Schweiz
SFPO – Swiss Financial Planners Organization
Was ist eine Obligation?
Wie kann ich das Kreditrisiko abschätzen?
Wie wirkt sich die Finanzkrise auf Obligationen aus?
Was beachte ich in dieser Situation?
Früher wurde unterschieden zwischen Versicherungsaufsicht (EDI angegliedert) und Bankenaufsicht (EJPD unterstellt). Jetzt kennen wir die Finanzmarktaufsicht kurz „FINMA“ genannt, in welcher beide Bereiche zusammengefasst werden. Damit das möglich wurde, waren einige neue Gesetze nötig. Eine Chance, Gesetze zu vereinfachen, bei Unsicherheiten Klarheit zu schaffen, z. B. via Kreisschreiben und der Flut von neuen Auflagen den Garaus zu machen.
Anstelle jetzt an diesen Dingen zu arbeiten und sie weiterzuentwickeln, vergeht kaum ein Tag, an dem die FINMA nicht in der Presse erscheint. Themen sind jetzt Dinge, die mir als Konsument helfen sollten oder nützlich wären. So ist mein Verständnis, doch es sind völlig andere Themen…
Ich erkenne eine Gemeinsamkeit zur Privatwirtschaft. Der Eigennutz und das Raubrittertum haben jetzt die öffentliche Hand erreicht. Was ich für einen Nutzen stiften kann für meine Kunden, ist kein Thema. Oder habe ich etwas übersehen als Kunde der FINMA?
Unabhängige Finanzberatung; auf was achte ich…
Bank- oder Versicherungsberatung; was erwartet mich bei den meisten…
Wie entscheide ich?
Was sind die Auswirkungen des Anlagejahres 2008?
Was sollte ich von meiner Pensionskasse wissen?
Was beachte ich künftig als Angestellter?
Was beachte ich als Unternehmer?
Vorgehen IV
Die IV leidet unter dem missbräuchlichen Bezug von IV-Leistungen. In einem ersten Schritt werden künftig IV-Renten aus dem Kosovo oder aus Thailand speziell kontrolliert. Dazu werden zwei externe Unternehmen beauftragt. Wenn dieses Pilotprojekt Erfolg hat, wird die Bekämpfung des Versicherungsbetruges ausgedehnt. Im Januar 2008 haben 59'000 Rentner eine Summe von CHF 49 Mio. im Ausland bezogen. Betrachtet man nun diese Summe alleine, heisst das, dass 11% der gesamten Kosten der IV im Ausland bezogen werden.
Was löst das bei mir aus?
Bargeld/Forderungen Keine Veränderung
Immobilien Diese werden auf gewerbliche Liegenschaften ausgedehnt und von 50% auf 30% reduziert.
Grundpfandtitel/Pfandbriefe Diese werden von 75% auf 50% reduziert. Keine Unterscheidung mehr von CH oder Ausland Schuldner. Nur eine Begrenzung pro Schuldner oder insgesamt.
Aktien Die Quote bleibt unverändert bei 50%. Es wird nur eine Begrenzung pro Titel gemacht, die Differenzierung von Ausland oder Inland fällt weg. Bedingungen: sie müssen handelbar sein und sind somit börsenkotiert.
Alternative Anlagen Das ist eine neue Kategorie mit max. 15%. Bedingung: diversifizierte Anlage (grosszügige Verteilung der Risiken).
Am 1.1.2009 treten die neuen Anlagerichtlinien der Pensionskassen in Kraft. Es gibt eine Übergangsfrist von 2 Jahren. Bei der Veränderung frage ich mich, zu welchen Gunsten dieser Entscheid getroffen worden ist: Ich sehe Vorteile für die Bank und den Stiftungsrat. Vorteile für die Versicherten sind schwer zu finden.
Offensichtlich ist der Widerstand von wenigen Pensionskassen doch grösser als erwartet. Das Bundesamt sagt, dass die meisten Pensionskassen bereits so anlegen und erläutert in einer Sonderausgabe Mitteilungen über die berufliche Vorsorge (#109) die Auswirkungen. Dazu finden sie eine Präsentation von Herrn Anton Streit vom Bundesamt für Sozialversicherung.
Ich empfinde das als viel Aufmerksamkeit für etwas, das eine Verbesserung sein sollte. Wer soviel rechtfertigt, macht sich aus meiner Sicht verdächtig. Ich bedaure, dass die Pensionskassen - die wirklich einen langfristigen Anlagehorizont (plus 20 Jahre) hätten - sich damit Chancen vergeben und sich ähnlich verhalten wie Privatanleger.
Sie haben Aktien verkauft, reduziert und meiden sie. Es wird in die teuren Obligationen umgestiegen. Wenn sich die Kurse erholen, wird umgeschichtet von Obligationen zu Aktien. Selbstverständlich wieder zu einem hohen Preis. Das ist professionell!
Schiffsbeteiligungen
Ich bin gespannt auf die Ausschüttungen 2008/2009 von Schiffsbeteiligungen. Sie haben oft 3-8% betragen pro Jahr. Auf den ersten Blick eine willkommene Auszahlung und Alternative zu den bekannten Anlageformen. Doch jetzt wird es knüppeldick.
Die Preise für Charterraten von Container von Asien nach Europa sind von 2'000 USD auf 500 USD gesunken. Containerschiffe können heute für einen Drittel der Tagesansätze gemietet werden.
Schiffe werden lieber mit minimaler Besatzung in irgendeiner Bucht geankert, als sie mit minimaler Auslastung weiterfahren zu lassen.
Dazu kommen jetzt der Konsum-, der Rohstoffpreiseinbruch und die Finanzmarktkrise. Der Konsum kann sich in nächster Zeit nicht erholen.
Ausser für alle abgebauten Stellen die jetzt in den verschiedenen Branchen (Auto, Finanz, Export, etc.) anfallen, werden neue Stellen geschaffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Konsum in den nächsten 24 Monaten steigt. Er wird wahrscheinlicher sinken. Der Preiszerfall und Konsumeinbruch machen weniger Rohstoffe notwendig; weltweit. Was zusätzliche Kapazitäten von Containerschiffen u.ä. auslöst Die Banken verschärfen und kürzen aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit nun Firmen oder risikoreichen Projekten die Kredite, davon ist die Schiffsindustrie ebenfalls betroffen.
Das ist ein Sturm, wo ich nicht dabei sein will. Wie sehen Sie es als Betroffene/r?
Vorgehen
Der Finanzmarkt liegt am Boden, Investoren, Experten, Pensionskassen, Banken, Privatanleger lecken ihre Wunden. Die Schlagzeilen von Untergang, Rezession, Krise etc. werden immer schlimmer. Es gibt Anlageempfehlungen die von Aktienanlagen abraten, der Anleger soll noch zuwarten.
In der New York Times erschien am Freitag ein Meinungsartikel von Warren Buffet (er ist der reichste und erfolgreichste Anleger aller Zeiten). Er hat wenige Regeln die er berücksichtigt, diese jedoch mit aller Konsequenz. Eine seiner Regeln heisst: Sei ängstlich wenn alle gierig sind und sei gierig wenn alle ängstlich sind! Er hat seine freien Mittel, die er in Staatsanleihen parkiert hat schon fast zu 100% investiert. Er rät Privatanlegern jetzt zu kaufen und tut dies selbst im grossen Stil.
Eine andere Aussage von Warren Buffet ist: Wenn die Wanderdrosseln singen ist der Frühling vorbei! Die Börsenkurse von Unternehmungen sind derart tief, dass es eine einmalige Chance ist, jetzt zu kaufen. Was sie kaufen sollen verrät er nicht. Doch Sie können sich sicher sein, dass er nur in Unternehmungen investiert, die ein einfaches Geschäftsmodell haben, das er begreift. Sie werden nie strukturierte Produkte, Optionen, Hedgefunds und anderen „Sondermüll“ (Originalaussage Warren Buffet) in seinem Depot finden.
Wir werden so oder so im falschen Moment investieren. Ich kann den Tiefpunkt einer Aktienkrise für den Einstieg erst rückblickend erkennen. Somit macht es Sinn, jetzt bei einem tiefen Kurs zu kaufen. Jetzt wo viele den Weltuntergang prophezeien, ist der beste Zeitpunkt. Wann soll ich denn kaufen, wenn nicht jetzt wo ich mit den vergangenen Kurseinbrüchen mir einen hohen Rabatt sichere.
Warren Buffet ist investiert, er kann sich bereits jetzt schon ins Fäustchen lachen und sich an seiner künftigen Rendite erfreuen.
Meine Empfehlung…kaufen
Wichtig zu beachten
Damit sie keine Anlagen verkaufen müssen, bei einer längeren Durststrecke, sollten sie unbedingt berücksichtigen, dass sie…
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Ausgangslage: Die Finanzkrise ist seit beinahe einem Jahr ein Bestand der Nachrichten in Fernsehen, Radio und Printmedien. Die Banken waren gezwungen Milliarden abzuschreiben, Rückstellungen zu bilden, neues Eigenkapital zu organisieren und anderes mehr. Staatsfonds haben sich im grossen Stil bei Banken eingekauft. Gleichzeitig bekamen Hedge Funds mit hohem Fremdmitteleinsatz Schwierigkeiten, die teilweise soweit gingen, dass einzelne Hedge Funds liquidiert werden mussten. Aktionäre wie Anleger sind in beiden Situationen diejenigen, die auf der Strecke blieben. Der Bonus d.h. Lohnsystem von Banken wird in Frage gestellt wegen den kontraproduktiven Anreizen und nicht mehr die Höhe. Vor der Krise las ich Berichte über Eigenkapitalrendite und Gewinne, wenig bis fast gar nichts von Kunden und deren Nutzen.
Meine Wahrnehmung der Entwicklung:
In der Anlagefondsindustrie sind transparente Kosten mit den "TER" eingeführt worden. Jetzt leiden diese Fonds unter Schwindsucht (Geldabflüsse). Im Gegensatz dazu haben strukturierte Produkte zugelegt (Geldzuflüsse). Ebenso das Marketing für strukturierte Produkte. Kann es sein, dass da ein direkter Zusammenhang mit den Kosten besteht, die nicht vollständig ausgewiesen werden müssen bei strukturierten Produkten? Sie sind das Thema wo man hinschaut; es ist die Rede von manipulierten Kursen, Eigeninteressen der Emittenten, strengere Auflagen zur Risikoaufklärung für Kunden, neue Gesetze zum Schutz der Anleger etc. Einige Banken zeigen heute mit den Fingern (wir sind lokal tätig) auf die grosse Bank und vergessen, dass sie vor nicht all zu langer Zeit ebenfalls im Rampenlicht gestanden haben. Die Löhne werden gekürzt für Mitarbeiter in der Anlageberatung. Jetzt sind Anlageberater sofort bereit für mehr Geld die Bank zu wechseln.
Was sind meine Konsequenzen daraus?
Wenn weder Experten noch Banken Risiken handhaben können, wieso soll ich es können?
Wenn Werbung für neue Produkte (TV, Zeitung, Nachrichten, Kollegen etc.) gemacht wird, verzichte ich darauf und kaufe Anlagen die nicht beworben oder unpopulär sind.
Wenn mein Berater die Bank wechselt und mich auch dazu überzeugen will, ist die Gefahr latent, dass ich den höheren Lohn meines Beraters über sein Angebot bezahle.
Wenn ich das tue, was die meisten Kunden der Bank tun, erhalte ich was alle kriegen; die Brosamen
Ammenmärchen zeichnen sich dadurch aus, dass sie fast nicht aus der Welt zu schaffen sind. Ein solches Ammenmärchen erzählt die Geschichte vom Hypothekarzins und dem Eigenmietwert. Das Märchen geht so: Man soll die Hypothek nur soweit abzahlen, dass der Hypothekarzins nicht unter den Eigenmietwert zu stehen kommt. Wohneigentümer müssen den Eigenmietwert als fiktives Einkommen versteuern; der Hypothekarzins wiederum kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Sind nun Eigenmietwert und Hypothekarzins gleich hoch, so gleichen sie sich steuerlich aus. Übersteigt aber der Eigenmietwert die Hypothekarzinsbelastung, zahlt man unter dem Strich höhere Steuern. Im umgekehrten Fall kann man Steuern sparen.
Nun kann es ja nicht das höchste der Gefühle sein, möglichst wenig Steuern zu zahlen. Massgebend müsste sein, wie viel unter dem Strich übrig bleibt. Schliesslich muss ja der Hypothekarzins bezahlt werden, eh man ihn in der Steuererklärung geltend machen kann. Wer also die Hypothek abzahlen kann, soll es tun – Eigenmietwert hin oder her. Es sei denn, man verdiene anderswo mehr, als man Hypozinsen bezahlen muss. Angenommen, Sie zahlen einen Hypozins von 3,5 Prozent. Da Sie diesen von den Steuern abziehen können, reduziert sich die Belastung je nach Grenzsteuersatz auf rund 2,5 Prozent. Wenn Sie nun auf dem Aktienmarkt steuerfreie Kursgewinne von über 2,5 Prozent erzielen, so lohnt es sich nicht, die Hypothek abzuzahlen. Sie verdienen auf dem Finanzmarkt mehr, als Ihnen die Schuldzinsen nach Steuern kosten. Liegt aber das verfügbare Geld auf dem schäbig verzinsten Sparkonto, so lohnt sich die Abzahlung der Hypothek, denn der Hypothekarzins nach Steuern liegt über dem Sparzins.
Das ist die einzig richtige Betrachtung. Der Eigenmietwert hat darin keinen Platz
Wer erinnert sich noch an den 4. Juni 2007? Damals hatte der Swiss Market Index (SMI) mit 9548 Punkten nach einem beeindruckenden Ralley von über vier Jahren einen neuen Rekordstand erreicht. Wie immer in solchen Zeiten, fehlte es nicht an Prognosen, der SMI werde schon bald die 10’000er-Marke knacken. Die Banken gaben Kaufempfehlungen ab. Die Lampe stand auf grün. Was danach passierte, ist bekannt: Die Immobilienblase in den USA platzte und die Aktienkurse sanken auf breiter Front. Heute liegt der SMI bei 6700 Punkten, 30 Prozent unter dem Stand vom 4. Juni 2007. Was sagen die Banken jetzt? Sie warnen vor Inflation, Deflation, Stagflation, Mixflation und meinen, mit Aktienkäufen sollte man noch zuwarten. Die Lampe steht auf rot.
Gewiss, das weltweite Konjunkturbild ist mit grossen Unsicherheiten behaftet. Niemand weiss, wann die Talsohle erreicht und wann die Kurse wieder steigen werden. Mit Sicherheit können wir aber voraussagen, dass die Banken die Lampe erst dann auf grün stellen werden, nachdem die Kurse während einer längeren Periode an Höhe gewonnen haben. Dann werden aber die Aktien womöglich schon wieder zu teuer sein.
Wir nutzen deshalb die Gelegenheit, eine Börsenweisheit in Erinnerung zu rufen: Kaufe in der Baisse; verkaufe in der Hausse. Klar: Vielleicht sinken die Kurse noch um weitere 10 Prozent. Doch eines lässt sich nicht wegdiskutieren: Wer heute Aktien kauft, muss weniger lange auf die Gewinnzone warten, als wer vor einem Jahr auf die Empfehlungen der Banken horchte.
Über Pensionskassen werden mehr negative als positive Nachrichten verbreitet. Wie sicher ist meine Rente? Wie stark wird der Umwandlungssatz noch sinken? Ist es nicht besser, das Kapital zu beziehen?
Nicht wenige lassen sich wegen solcher Unsicherheiten das Kapital auszahlen. Frei nach dem Motto: sicher ist sicher. Doch mit der vermeintlichen Sicherheit ist das so eine Sache. Viele gehen dann zum Berater in der Hoffnung, das Geld werde gewinnbringend angelegt. Spätestens dann folgt die Ernüchterung. Wird das Geld sicher angelegt, wird die Ausschüttung ein Bruchteil dessen betragen, was die Pensionskasse als Rente ausbezahlt hätte – selbst nach Abzug der Steuern.
Einfaches Rechenbeispiel: Nehmen wir mal an, der Umwandlungssatz sinkt auf 6,4 Prozent. Auf ein Vermögen von 100'000 Franken erhält man somit eine Rente von 6400 Franken. Bei einem verhältnismässig hohen Grenzsteuersatz von 35 Prozent verbleiben nach Steuern noch 4160 Franken. Das sind also immer noch 4,160 Prozent. Eine solche Rendite lässt sich mit sogenannt sicheren Anlagen nicht zu erzielen. Kommt hinzu, dass man in dieser Milchbüchli-Rechnung auch noch die Kapitalauszahlungssteuer mitberücksichtigen müsste, die beim Kapitalbezug dem Fiskus abzuliefern ist. Unter Berücksichtigung dieser Steuer müsste also die Rendite nach Steuern über den besagten 4,16 Prozent liegen, damit sich der Kapitalbezug lohnt.
Es gibt immer Fälle, bei welchen der Kapitalbezug vorzuziehen ist: Wer keine hohe Lebenserwartung aufweist, den Nachkommen möglichst viel hinterlassen will und auf die Rente der Pensionskasse nicht angewiesen ist, wird sich das Pensionskassenguthaben auszahlen lassen. Wer aber auf eine anständige Rente aus der beruflichen Vorsorge nicht verzichten kann, muss sich den Kapitalbezug sehr gut überlegen. Die Enttäuschung könnte sonst gross sein.
Auch Leute, welche die englische Sprache nur mässig beherrschen, können sich unter dem Begriff „Absolute-Return-Fonds etwas vorstellen. Man stellt sich darunter einen Anlagefonds vor, bei welchem zumindest der Geldeinsatz garantiert ist. Sofern die Kurse nicht so stark steigen wie prognostiziert, so bleibt wenigstens der Einsatz garantiert.
Leider ist diese Interpretation falsch, der Name also irreführend: Absolute-Return-Fonds sind jene Anlagefonds, welche sich nicht an einem bestimmten Börsenbarometer orientieren. Die Banken haben somit grössere Freiheiten. Sie sagen, sie könnten damit rasch auf Marktentwicklungen reagieren und weltweit die grösstmögliche Zahl von Anlagechancen nutzen. Ein Verlustrisiko könne aber nicht ausgeschlossen werden. „Dieses Risiko wird aber mit modernsten Methoden des Risikomanagements unter Kontrolle gehalten“, schreibt die UBS im Prospekt.
Risikomanagement? Dass ich nicht lache. Die Absolute-Return-Fonds der UBS haben seit April 2007 zwischen 18 und 24 Prozent eingebüsst, berichtete der Tages-Anzeiger. Noch schlimmer: Die Fonds hatten beträchtliche Summen in Unternehmensanleihen und verbriefte Wertpapiere investiert, die wegen der US-Immobilienkrise unter Druck geraten waren. Die Absolute-Return-Fonds der anderen Banken sind kaum besser.
Solche Fonds sind für die Banken praktisch: Sie können auf elegante Art ihre faulen Papiere dem Anleger anhängen. Bei einem Aktienfonds, welcher sich an einem bestimmten Börsenindex wie etwa dem SMI, dem Euro Stoxx oder dem S&P-500 orientiert, wäre dies nicht oder nur beschränkt möglich gewesen. Doch mit Absolute-Return-Fonds gibt man den Banken grössere Freiheiten.
Solche Absolute-Return-Fonds waren lange Zeit gross in Mode. Das dürfte nach der jüngsten Erfahrung vorbei sein. Nicht zum ersten Mal haben Modeartikel der Finanzbranche enttäuscht. Im Börsenboom boomten auch die Absicherungsfonds; ihre Versprechen konnten sie allerdings nicht halten. Noch kläglicher das Abschneiden der Technologiefonds, welche ebenfalls gross in Mode waren.
Eigentlich sollte man einer Bank kein Geld anvertrauen. Die Bank interessiert sich nicht für den Kundennutzen. Sie will Geld verdienen. Sie tut dies nicht mit üblichen Margen, sondern mit fragwürdigen Anreizsystemen: Leistungsziele, Budget, Bonus…. Sie bewirbt ihre Produkte im grossen Stil. Je grösser die Werbeausgaben, desto höher die Kosten.
Hände weg von Finanzprodukten, die stark beworben werden
Hände weg von bankeigenen Anlagefonds
Hände weg von Vehikeln, die nicht verstanden werden. Je komplizierter das Produkt, desto einfacher ist es, den Kunden über den Tisch zu ziehen.
Unternehmer unterliegen dem Hang, zuviel ins Unternehmen zu stecken und den privaten Vermögensaufbau zu vernachlässigen. Ein klassischer Fall von Klumpenrisiko.
Das Klumpenrisiko ist nicht nur bei einem eventuellen Firmenzusammenbruch gravierend, problematisch ist es bei der Unternehmensnachfolge. Wenn mehrheitlich das Vermögen in der Unternehmung steckt, muss bei einer Erbteilung oft der Firma Kapital entzogen werden um das Erbe auszahlen zu können. Das kann zu Notverkäufen oder schlimmstenfalls zum Ruin der Firma führen.
Um diesem Szenario gelassen entgegen sehen zu können, empfehle ich ihnen, schon frühzeitig eine Strategie festzulegen, wie das Privatvermögen im Hinblick auf eine güterrechtliche Auseinandersetzung aufgebaut werden soll.
Jedenfalls sollte der Kluge sich nicht allein auf die Wertzunahme des Unternehmens verlassen. Ein hoher Unternehmenswert nützt wenig, wenn das Erbe unter mehreren Kindern zu verteilen ist, von welchen sich nicht alle am Unternehmen beteiligen wollen. In der Praxis ist es häufig sehr schwierig, einen gerechten Ausgleich zu finden. Schon manches Unternehmen ist allein wegen des Erbstreits untergegangen oder hat zumindest längere Zeit grössere Belastungen, die den Gewinn schmälern.
Daher sollten ehe- und erbrechtliche Vereinbarungen möglichst früh getroffen werden. Besonders wichtig ist eine Klausel für allfällige Scheidungen, sofern die Ehegatten das Unternehmen gemeinsam oder sogar zusammen mit den Kindern führen. Einfach wäre es, der Besitzer könnte frei entscheiden, wie das Erbe aufzuteilen ist. Doch die Einhaltung der erbrechtlichen Pflichtteile schränkt diese Freiheit massiv ein. Wenn also der Unternehmenswert das Privatvermögen um ein Mehrfaches übersteigt und das Erbe auf mehrere Personen aufgeteilt werden muss, wird sich der Abschluss von Lebensversicherungen lohnen. Mit diesem Vehikel kann man Erbberechtigte gezielt begünstigen und Pflichtteilsansprüche befriedigen.
Das hier Gesagte ist vielen bekannt – und doch halten sich manche Unternehmer nicht daran. Sie arbeiten nach dem Motto: „Ich habe wichtigeres zu tun als mich mit dem Tod auseinander zu setzen! Also schaffe ich mehr Umsatz, Arbeit und Aufträge.“
Unglaublich, was ich jeweils zu Gesicht bekomme: Ein Kunde hatte einer grösseren Regionalbank auf dem Platz Bern ein Vermögensverwaltungsmandat erteilt. Nun wollte er von mir wissen, wie das Portefeuille punkto Kosten, Diversifikation und Risiken zu beurteilen sei. Das Beispiel ist exemplarisch.
Die Kosten sind ein zentraler Punkt jeder Vermögensanlage. Wohl behaupten findige Verkäufer, die Kosten seien unbedeutend, wenn bei einer aktiven Vermögensverwaltung die Rendite deutlich über dem Marktdurchschnitt zu liegen kommt. Diese Aussage wäre dann von Belang, wenn die Überrendite auch garantiert wäre. Sie ist es nicht. Daher kann man solche Aussagen nicht ernst nehmen. Ernst nehmen sollte man aber die Tatsache, dass die Kosten immer zulasten der Rendite gehen.
Besagter Kunde zahlt für das Vermögensverwaltungsmandat eine Pauschale von 0,6 Prozent, berechnet auf dem durchschnittlichen verwalteten Vermögenswert. Nicht schlecht, sagt sich der unbedarfte Beobachter, wenn da nicht noch etliche versteckte Kosten schlummerten. Die Pauschale umfasst die Verwaltungsgebühr, Courtagen im In- und Ausland, Geldmarktkommissionen, Coupons- und Titelrückzahlungskommissionen sowie eigene und fremde Depotgebühren. Die lange Aufzählung könnte zur Annahme verleiten, es würden keine weiteren Kosten anfallen. Schön wäre es. Doch jeder Anlagefonds, der sich im Depot befindet, enthält seinerseits eine Managementgebühr, die dem Fondsvermögen belastet wird und damit die Rendite schmälert. Zudem werden innerhalb des Fonds Wertschriften gekauft und verkauft, was in Form von Courtagen zusätzliche Kosten verursacht. Besonders stossend ist die Tatsache das viele hauseigene Anlagefonds im Depot eingesetzt werden; was doppelte Kosten zu lasten des Anlegers oder doppelter Gewinn zu Gunsten der Bank auslöst. Ich habe all diese Kosten zusammengetragen und - wo mir die Grundlagen fehlten - geschätzt. Neben der Pauschalgebühr von 0,6 Prozent kommen weitere 1,07 Prozent an indirekten Kosten hinzu. Die versteckten Kosten sind also höher als die ausgewiesenen. Die Transaktionskosten innerhalb der Anlagefonds sind nicht berücksichtigt.
Bei derart überrissenen Kosten möchte man erwarten, dass zumindest die Strategie professionell und uneigennützig umgesetzt wird. Weit gefehlt: Der Fremdwährungsanteil ist insgesamt zu hoch, was zu erheblichen Währungsverlusten führen kann. Die Aktiengewichtung Schweiz ist mit 65% zu hoch ausgefallen. Damit wird dem Postulat der weltweiten Diversifikation nicht Genüge getan. Und zu allem Übel enthält das Portefeuille hochkomplexe strukturierte Produkte, deren Wesensmerkmal darin besteht, dass sie teuer und intransparent sind. Es ist nicht einzusehen, inwiefern diese strukturierten Produkte, die immerhin 15 Prozent des Depotwertes ausmachen, eine zusätzliche Diversifikation zu den bestehenden Obligationen- und Aktienfonds darstellen sollen. Ich habe die einzelnen Aktienkörbe aufgeschlüsselt und bin zum erschreckenden Resultat gekommen, dass es zwischen den einzelnen Produkten nicht weniger als zwölf Überschneidungen gibt. In mehreren Produkten bestehen damit die genau gleichen Wetten. Dass die Erträge dann auch noch als Einkommen zu versteuern sind, macht alles nur noch schlimmer.
Ist das zitierte Beispiel nun ein Fehltritt, eine Panne, das Resultat eines überforderten Bankbeamten oder das Ergebnis einer unglücklich operierenden Bank? Für mich wirkt es wie eine System, das andere Institute ebenso anwenden. Es ist ein Beispiel, wie es sie zu Tausenden gibt. Kostentransparenz ist nicht die Stärke der Banken. Es ist mir daher ein Anliegen, das Kostenbewusstsein zu fördern. Zum einen kann dies mit einer effizienten Strategie verwirklicht werden. Zum anderen mit der Eliminierung falscher Anreize. Wenn nämlich der Vermögensverwalter von der Fondsgesellschaft mit Retrozessionen belohnt wird, so werden Anreize geschaffen, die wohl für den Vermögensverwalter, weniger für den Kunden reizvoll sind.
„Es wird wieder mehr geheiratet“, vermeldete das Bundesamt für Statistik. Doch es wird auch immer mehr geschieden. Zumindest in der zweiten Runde verzichten Scheidungsgeschädigte auf den Trauschein: Es lebe das Konkubinat. Und wie „Das Magazin“ am 7.7.07 schreibt, ist nicht heiraten kein antibürgerliches Manifest mehr.
Wenn schon kein Trauschein, so mindestens ein Testament. Ohne Testament geht der überlebende Partner leer aus. Stirbt der Partner, so geht der gesamte Nachlass an die Eltern, sofern er keine Kinder hatte. Sind die Eltern verstorben, erben die Geschwister. Und waren auch nie Geschwister vorhanden, so gelangt die Erbschaft an den Stamm der Grosseltern. Hinterlässt der Konkubinatspartner überhaupt keine Erben, so fällt die Erbschaft an den Kanton oder die Gemeinde. „Na bravo“, wird sich der überlebende Partner sagen. Dies alles unter der Voraussetzung, dass der Erblasser entgegen jeder Vernunft kein Testament hinterlässt, das eine andere Begünstigtenordnung vorsieht.
Es muss ja nicht immer gleich der Tod sein. Manchmal wird bloss gezankt, und man geht wieder auseinander. Da wird man froh sein, an glücklicheren Tagen einen Konkubinatsvertrag abgeschlossen zu haben. Darin wird etwa festgehalten, wer wie viel an das gemeinsame Wohneigentum beigesteuert hat. Es wird geschrieben, wem was gehört. Auch wer den Lebensunterhalt in welchem Umfang finanziert, kann im Konkubinatsvertrag vereinbart werden. Schliesslich ist nicht unklug festzuhalten, was mit dem gemeinsamen Wohneigentum im Fall einer Trennung geschieht.
Fazit: Der Kluge wird im Fluge einen Konkubinatsvertrag abschliessen.
Von der Bibel kennen wir die Zehn Gebote. In der Anlageberatung genügen deren acht. Wer die acht Gebote der Vermögensverwaltung beachtet, wird nicht über Nacht reich, wird aber auch keine schlaflosen Nächte haben.
- Du sollst Aktien kaufen: Das Sparbuch bringt es nicht
- Du sollst nicht nach kurzfristigen Gewinnen trachten: Auch Früchte reifen nur langsam.
- Du sollst nicht versuchen, den richtigen Moment zu erhaschen: Es gibt ihn nicht. Man kennt ihn höchstens im Nachhinein.
- Du sollst nicht versuchen, die richtige Aktie herauszupicken: Kaufe Aktienkörbe in Form von Aktienfonds.
- Du sollst Dich nicht überschätzen und glauben, mehr zu wissen als der Markt: Der Markt, die Summe aller Anleger, ist am Besten informiert.
- Du sollst Dir eine Anlagestrategie zurecht legen und diszipliniert anlegen: Hin und her macht Taschen leer.
- Du sollst auch Spass haben und zum Vergnügen mit einzelnen Aktien „börselen“: Zuerst aber kommt die Strategie.
- Du sollst niemandem trauen: Es tummeln sich in der Finanzbranche unzählige Scharlatane. Aber auch die seriösen Finanzberater sind keine Hellseher.
Diese Gebote stammen von Professor Erwin Heri. Sie sind nicht ganz so alt wie die Bibel. Sein Buch «Die Acht Gebote der Geldanlage» ist Ende 1999 erschienen.
„Verkaufe in der Hausse; kaufe in der Baisse“. Wer dieser Börsenregel nachlebt, kauft heute den Classic Value Equity Fund von Braun, von Wyss & Müller (BWM). Der Fonds liegt seit Anfang 2007 um 20 Prozent im Minus. Die Kaufgelegenheit ist also günstig. Der Fonds investiert in Value-Aktien rund um den Globus. Es ist vor allem der Value-Stil, der mir bei diesem Fonds gefällt. Das Prinzip besteht darin, den inneren Wert eines Unternehmens zu bestimmen und jene Unternehmen herauszupflücken, die am stärksten unterbewertet sind. So erklärte Thomas Braun in der Handelszeitung: „Wenn ein Titel 100 Wert ist, interessiert er uns ab 65 und tiefer.“ Damit wenden die Spezialsten von Braun, von Wyss & Müller den gleichen Ansatz an wie der legendäre Warren Buffet aus den USA. Der Classic Value Equity ist gewissermassen der „Warren Buffet der Schweiz“. Der Classic Value ist der kleinere Bruder des bekannteren Classic Global. Mit dem Classic Global hat es BWM geschafft, den MSCI World regelmässig zu schlagen. Der Fonds war derart beliebt, dass er wegen seiner Grösse geschlossen werden musste. Seine Anteile sind gegen einen Aufschlag nur noch im Sekundärhandel zu haben. Der Classic Value verfolgt die gleiche Strategie wie der Classic Global. Mit dem einzigen Unterschied, dass er nur in grosskapitalisierte Unternehmen mit einem Börsenwert von mindestens 2 Milliarden Franken investiert. Bei Ihrer Hausbank brauchen Sie allerdings nicht nach diesem Fonds zu fragen. Die Banken vertreiben das Produkt nicht, denn die Kommission, die BWM bezahlt, ist für die Banken zu gering. Wie man weiss, verkaufen die Banken nicht das beste Produkt für den Kunden, sondern das beste Produkt für sich selber. Die Classic Value Equity kaufen Sie direkt bei BWM oder natürlich bei mir.
Immer wenn die Blätter fallen, starten die Banken ihre Herbstaktion. Man könnte sie „Aktion 3a“ bezeichnen. In Rundschreiben und aufwendigen Telefonverkäufen wird das Sparen 3a schmackhaft gemacht. Dies mit dem Argument, das gebundene Sparen 3a sei aus steuerlichen Gründen interessant. Wohl wahr. Die Banken sprechen also nicht von attraktiven 3a-Produkten; sie sprechen von interessanten Steuerersparnissen.
Die 3a-Produkte sind nämlich alles andere als attraktiv: Die Zinsen auf dem Konto liegen unter den Marktzinsen. Kunden werden meistens mit 2 oder noch weniger Prozent Zins abgespeist, obschon diese Gelder bis zur Pensionierung unangetastet bleiben. Selbst für kurzfristige Kassenobligationen gibt’s mehr Zins. Natürlich empfehlen die Banken ihre 3a-Fonds. Aber auch hier sind die Renditen erbärmlich. Mit ein Grund der unterdurchschnittlichen Renditen sind die überdurchschnittlichen Kosten. Die Managementgebühr, die dem Fondsvermögen belastet wird, liegt deutlich über den Kosten vergleichbarer Anlagefonds. Das schmälert die Rendite. Und dies erklärt wiederum, weshalb die Banken derart erpicht sind, ihren Kunden das Sparen 3a schmackhaft zu machen. Dank tiefer Zinsen und hoher Margen verdienen sie ein Heidengeld damit. Dagegen wäre an sich nichts einzuwenden, wenn nicht wir Steuerzahler die Zeche zu bezahlen hätten. Nur weil der Fiskus auf Steuereinnahmen verzichtet, sind Schweizerinnen und Schweizer bereit, ihre Gelder den Banken zu derart schlechten Konditionen anzuvertrauen.
Mein Tipp: Berücksichtigen Sie die Bank mit dem höchsten Sparzins fürs Konto 3a. Meines Wissens ist das derzeit die Bank Brienz Oberhasli. Was die Zinsdifferenz von einem Prozentpunkt ausmacht, hat kürzlich die grösste gekaufte Tageszeitung der Schweiz vorgerechnet: „Wer jährlich 6365 Franken spart, hat nach zwanzig Jahren bei einer 2-Prozent-Verzinsung 157745 Franken auf dem Konto; bei einer Verzinsung von 3 Prozent sind es dagegen 176160 Franken - 18415 Franken mehr. Pro Monat ergibt das einen Gewinn von 76 Franken.“
Banken lieben Moden. Wir erinnern uns, wie die Technologie-Werte und später die Internet-Aktien hoch in Mode waren. Vorher war es Biotech, später wurden das Wasser und erst kürzlich alternative Energien neu entdeckt und flugs entsprechende Anlagefonds lanciert. Heute heisst der Knüller Nanotechnologie. Die Bankanalysten kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Sie trauen dem Markt für Nanoprodukte in den nächsten 10 bis 15 Jahren ein Wachstumspotenzial in Billionenhöhe zu. Doch von den 1000 Unternehmen, die weltweit in der Nanotechnologie tätig sind, können laut Credit Suisse höchstens 200 als reine Nanotech-Gesellschaften bezeichnet werden. Auch unter diesen 200 Gesellschaften sind Renditeperlen dünn gesät Viele haben bisher noch keinen Gewinn erzielt und einige nicht einmal einen Umsatz. Wer Erfahrungen mit Biotech- oder Internet-Aktien sammelte, wird die Lancierung von Nanotech-Aktienfonds oder vergleichbaren strukturierter Produkte mit einem Schulterzucken erwidern.
Kaum ein Tag, an welchem nicht irgendeine Bank ein neues strukturiertes Produkt auf den Markt bringt. Mittlerweile sind mehr Gelder in strukturierte Finanzvehikeln investiert als in Aktienfonds. An der Schweizer Börse sind bereits weit über 10'000 solcher Hebel-, Partizipations-, Renditeoptimierungs- und Kapitalschutzprodukte kotiert. Nach Schätzung des Schweizerischen Verbands für strukturierte Produkte soll der Markt jährlich um 20 Prozent wachsen. Für die Banken ein Bombengeschäft, leider aber nur für die Banken. Auch der Manager von strukturierten Produkten kocht nur mit Wasser - und zwar mit trübem Wasser. Dem Betrachter fehlt damit der Durchblick. Zum einen sind die Derivate komplizierte Finanzinstrumente, deren Funktionsweise nur ganz wenige verstehen. Zum andern wird auch der Experte nicht alle relevanten Informationen herausfinden. Denn was die Margen und Kosten betreffen, sind strukturierte Produkte eine wahre "Black Box". Das ist gut für die Banken, aber schlecht für den Anleger. Wo keine Kostentransparenz herrscht, kann auch kein Wettbewerb entstehen. Bei Anlagefonds müssen die Kosten, die dem Fonds belastet werden, neuerdings publiziert werden. Überteuerte Fonds haben daher keine Chance mehr, an den Kunden zu gelangen. Ausserdem haben Anlagefonds einen "Track Record". Man kann deren Erfolg mit vergleichbaren Fonds vergleichen. Bei strukturierten Produkten ist das nicht möglich. Ist Ihnen schon aufgefallen, mit welchem Aufwand die Banken ihre strukturierten Produkte bewerben? Ich ziehe Produkte mit einem geringen Werbeaufwand vor. Das schlägt sich in tieferen Kosten nieder. Ich will Produkte mit hohen Erträgen und tiefen Kosten. Bei strukturierten Produkten verhält es sich gerade umgekehrt.
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