Abfindung: Wird eine Aktiengesellschaft von einer zweiten übernommen, so ist die kaufende Gesellschaft verpflichtet, den freien Aktionären eine Abfindung anzubieten. Dies kann in Form eines Aktientauschs geschehen, d.h. dass die Aktionäre des übernommenen Unternehmens Aktien der kaufenden Gesellschaft oder eine Barabfindung erhalten.
Absicherung: Aktien und Rentenpapiere können mit Hilfe von verschiedenen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen oder Swaps) gegenüber Währungsschwankungen abgesichert werden (siehe auch Hedging).
Aktienanalyse: Kann prinzipiell auf zwei Arten erfolgen. Im Rahmen der Fundamentalanalyse wird eine Aktiengesellschaft aufgrund von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Größen sind hierbei die Profitabilität (Erträge), die Finanzkraft (Cash-Flow / Zinsaufwendungen etc.), KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis), Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. Mit diesen Informationen wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität zu analysieren und zu prognostizieren und daraus Kurspotential abzuleiten. Die technische Analyse orientiert sich an der graphischen Darstellung der historischen Kursverläufe und leiten aufgrund von Indikatoren und charttypischen Formationen Aussagen über mögliche Kursentwicklungen ab.
Anlagefonds: Ein Korb verschiedenster Wertschriften. Das Gesamtvermögen wird in Fondsanteile aufgeteilt. Als Inhaber eines Fondsanteils ist man damit in verschiedenen Wertschriften und Märkten investiert, was im Vergleich zu Einzelanlagen mit geringeren Risiken behaftet ist.
Anlagezielfonds: Gemischter Fonds, der Aktien, Obligationen und Geldmarktpapiere enthält. Sie heissen häufig «Wachstum», «Ausgewogen» und «Einkommen». «Wachstum» hat den höchsten, «Einkommen» den tiefsten Aktienanteil. Auch Strategiefonds oder Portfoliofonds genannt.
Asset Allocation: Die strategische Verteilung des verfügbaren Kapitals auf die Anlageformen Aktien, Obligationen und Geldmarktpapiere. Auch Vermögensverwaltung genannt.
Aufwertung: Steigerung des Außenwerts einer Währung im Verhältnis zu einer anderen Währung im internationalen Handels- und Zahlungsverkehr. Im allgemeinen geht sie zu Lasten der Exportwirtschaft des entsprechenden Landes, da die ausgeführten Waren für Devisenausländer teurer werden, während eingeführte Waren günstiger erstanden werden können. Gegenteil: Abwertung
Ausgabekommission: Kommission, die beim Verkauf von Fondsanteilen dem Käufer belastet wird.
Baisse: Phase anhaltender starker Kursrückgänge an der Börse, auch Bear-Market genannt.Gegenteil: Hausse
Bär: Investor, der auf sinkende Aktienkurse setzt. Auch Baissier genannt.
Basiswert: Auch zugrundeliegendes „Aktivum“ oder „Underlying“ genannt. Er ist der Gegenstand eines Termingeschäfts, Optionsscheins oder Optionskontrakts, in der Regel eine Aktie, Anleihe oder Währung bzw. ein Rohstoff oder Index.
Benchmark: Index, der einem Anlagefonds als Messlatte für die vom Fonds erzielte Performance dient. Die Benchmark dient dazu, die Leistung des Fondsmanagers vergleichbar zu machen und neutral zu beurteilen
Beta: Das Verhältnis einer Aktie oder eines Portfolios zum Gesamtmarkt. Ist das Beta grösser als 1, so reagieren die Renditen der einzelnen Anlagen überproportional auf Marktbewegungen und umgekehrt. Verändert sich der Kurs einer Aktie um 5 Prozent, wenn sich der Gesamtmarkt um 10 Prozent bewegt, beträgt das Beta 0,5.
Bluechips: Aktien grosskapitalisierter Unternehmen, die einen hohen Anteil ihrer Bestände über die Börse handeln lassen und damit eine hohe Liquidität gewährleisten
Börsenkapitalisierung: Masszahl für die Bedeutung einer Aktie. Errechnet sich aus dem Kurs multipliziert mit der Anzahl gehandelter Aktien.
Branchenfonds: Aktienfonds, die gezielt in einen bestimmten Wirtschaftssektor investieren. Beispiele: Technologie, Telekommunikation oder Biotechnologie. Auch Themenfonds genannt.
Briefkurs: Der Preis bzw. Kurs, zu dem Verkäufer bereit sind, Wertpapiere zu verkaufen. Im Gegensatz hierzu ist der Geldkurs der Kurs, zu dem Käufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen. Für die Begriffe Briefkurs und Geldkurs werden auch oft die englischen Begriffe „Ask“ und „Bid“ verwendet.
Bull Beta: Misst das Verhältnis einer Aktie zum Gesamtmarkt in einem Marktumfeld mit steigenden Aktienkursen.
Bulle: Investor, der auf steigende Aktienkurse setzt. Auch Haussier genannt.
Derivate: Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Investments richten. Derivate sind so konstruiert, dass sie die Schwankungen der Preise dieser Anlageobjekte überproportional nachvollziehen. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Zertifikate, Optionen, Futures und Swaps.
Fondskonto: Das einbezahlte Geld wird automatisch in Anteile eines im voraus bestimmten Anlagefonds investiert.
Geldkurs: Der Preis bzw. Kurs, zu dem Käufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen. Im Gegensatz hierzu ist der Briefkurs der Kurs, zu dem Verkäufer bereit sind, Wertpapiere zu verkaufen. Für die Begriffe Geldkurs und Briefkurs werden häufig auch die englischen Begriffe "Bid" und "Ask" verwendet.
Hausse: Nachhaltiger Anstieg der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Die Hausse ist von einer "freundlichen Kursentwicklung", die sich nur auf einen Teilmarkt bezieht oder nur von kurzer Dauer ist, nicht exakt abzugrenzen. Gegensatz: Baisse.
Inhaberaktien: Der Besitzer der Aktie ist auch der Eigentümer. Im Gegensatz zur Namenaktie
Inventarwert: Der Wert eines Fondsanteils, berechnet anhand der Kurse – meist Schlusskurse – der im Fonds befindlichen Wertschriften.
Kurs-Gewinn-Verhältnis: Wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens im Vergleich zu einem oder mehreren anderen, auch Price-Earning-Ratio (PE) genannt. Es stellt das Verhältnis zwischen dem Gesamtgewinn, bezogen auf eine einzige Aktie, und dem Kurs dieser Aktie her. Beispiel: Der Kurswert einer Aktie liegt bei 200 Franken. Das Unternehmen erwirtschaftet 10 Franken Gewinn pro Aktie. 200 durch 10 macht 20 - also beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 20. Management Fee: Entgelt an die Fondsleitung für die Verwaltung eines Anlagefonds. Die Managementgebühr wird in Prozent des Fondsvermögens ausgedrückt und dem Fondsvermögen belastet. Die Managementgebühr geht zulasten der Performance.
Mid-Caps: Aktien mittelgross kapitalisierter Unternehmen. Die Börsenkapitalisierung liegt zwischen 500 Millionen und 2 Milliarden Franken.
Namenaktien: Aktie, die auf eine bestimmte Person ausgestellt wird, die namentlich im Aktienregister eingetragen wird.
Nebenwerte: Aktien von klein- und mittelkapitalisierter Gesellschaften. Gegensatz zu Bluechips.
Performance: Fachbegriff für Rendite. Sie steht für den prozentualen Wertzuwachs einer Anlage. Dieser setzt sich aus den erfolgten Ausschüttungen – Zinsen und Dividenden – sowie dem Kursgewinn zusammen.
Portfoliofonds: Gemischter Fonds, der Aktien, Obligationen und Geldmarktpapiere enthält. Sie heissen häufig «Wachstum», «Ausgewogen» und «Einkommen». «Wachstum» hat den höchsten, «Einkommen» den tiefsten Aktienanteil. Auch Anlageziel- oder Strategiefonds genannt.
Sicav: Société d’Investissement à Capital Variable, Gesellschaft mit variablem Kapital. Eine in Luxemburg verbreitete Rechtsform für körperschaftlich organisierte Anlagefonds. Die Sicav hat einen Verwaltungsrat statt eine Fondsleitung, ihr Aktienkapital entspricht dem Wet des Nettovermögens und die Anleger sind ihre Aktionäre.
Small Caps: Aktien kleinkapitalisierter Unternehmen mit einer Börsenkapitalisierung von unter 500 Millionen Franken.
Strategiefonds: Gemischter Fonds, der Aktien, Obligationen und Geldmarktpapiere enthält. Sie heissen häufig «Wachstum», «Ausgewogen» und «Einkommen». «Wachstum» hat den höchsten, «Einkommen» den tiefsten Aktienanteil. Auch Anlageziel- oder Portfoliofonds genannt.
Swiss Market Index: Meist beachteter Index der Schweizer Börse. Der SMI enthält 20 Titel. Es handelt sich ausschliesslich um liquide Aktien grosskapitalisierter Gesellschaften. Gewichtet wird der Index aufgrund der Börsenkapitalisierung der einzelnen Gesellschaften.
Swiss Performance Index: Der SPI enthält die an der SWX gehandelten Schweizer Aktien, ohne Beteiligungsgesellschaften. Der Index ist kapitalisierungsgewichtet und verläuft daher meist im Gleichschritt mit dem SMI.
Stockpicking: Das Herauspflücken vielversprechender Aktien
Themenfonds: Aktienfonds, die gezielt in einen bestimmten Wirtschaftssektor investieren. Beispiele: Technologie, Telekommunikation oder Biotechnologie. Auch Branchenfonds genannt.
Thesaurierende Fonds: Thesaurieren heisst wörtlich horten. Bei thesaurierenden Fonds werden die Zinsen und Dividenden nicht ausgeschüttet, sondern in den Fonds reivestiert.
Tracking Error: Die Prozentzahlt gibt an, wie stark die Rendite eines Fonds von der Rendite des Vergleichsindexes abweicht. Je grösser der Tracking Error, desto mehr weicht der Fonds vom Index ab und desto grösser ist das Risiko.
Umbrellafonds: Ein Fonds verfügt unter einem gleichen «Schirm» über zwei oder mehrere Unterfonds mit unterschiedlichen Anlagezielen.
Volatilität: Die Schwankungsbreite einer Anlage und damit eine Masszahl für das Risiko.
Wertpapier: Unter Wertpapieren versteht man Urkunden, die bestimmte Rechte verbriefen. Wertpapiere sind z. B. Aktien, Anleihen, Pfandbriefe, Genussscheine und Optionsscheine aber auch Schecks und Wechsel.
Zeichnung: Unter Zeichnung versteht man das verbindliche Vorbestellen von Wertpapieren, deren Emission in Kürze bevorsteht.
Zins: Preis, den ein Schuldner für die befristete Überlassung von Geld zahlen muß bzw. den ein Gläuber für die Überlassung von Sparkapital erhält. Der Zinseszins ist der Zinsanteil, der auf die Verzinsung der nicht ausbezahlten Zinsen entfällt. Dank dem Zinseszins vergrößert sich das Kapital im Laufe der Zeit immer rascher.
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